Lamborghini Huracan Super Trofeo Biturbo: Hot Lap am Nürburgring

Zyrus Engineering ist eine kleine Tuningfirma auf dem Land in Norwegen. Zu ihren Spezialitäten gehört die Veredelung von Lamborghinis – in erster Linie der Modelle Huracan Performante und Huracan Super Trofeo. Die Performance ihrer Autos haben die Norweger schon in diversen Rennserien getestet – nun wurde mit einem Lamborghini Huracan Super Trofeo mit Biturbo-Umbau ein weiterer Test auf der Nordschleife des Nürburgrings gefahren.

Fotos vom Lamborghini Huracan Super Trofeo Biturbo-Umbau Zyrus LP1200:

Der ZYRUS LP1200 Lamborghini begann sein Leben als “serienmäßiger” Huracan Super Trofeo. Nach diversen Modifikationen durch Zyrus Engineering sind allerdings nicht mehr allzu viele Originalteile vorhanden. Neben der Aerodynamik hat wohl der Antriebsstrang die größten Modifikationen erfahren. Der V10-Motor wird jetzt durch zwei Turbolader zwangsbeatmet und leistet auf der aggressivsten Map rund 1.200 PS. Kombiniert mit dem Gewicht von 1.200 kg und dem Abtrieb von ebenfalls rund 1.200 kg ergibt sich für den Zyrus LP1200 ein Verhältnis von 1-1-1.

Das Karosseriedesign wurde von Zyrus entwickelt und aus Prepreg-Kohlefaser hergestellt, wobei Gewicht und Stabilität im Mittelpunkt stehen. Das Tragflächenprofil ist ebenfalls eine Eigenentwicklung und Teil des Aero-Kit-Systems. In Summe kommen bis zu 1.200 kg Abtrieb zusammen. Bremsscheiben und Bremsbeläge werden aus Carbon hergestellt, um eine optimale Bremsleistung zu erreichen. Insgesamt sind an dem Track-Monster mehr als 527 Bauteile neu gestaltet. Der ursprüngliche Lamborghini-V10-Saugmotor leistet nach dem Twin-Turbo-Umbau bis zu 1.200 PS. Inconel-Krümmer und eine Titan-Abgasanlage sorgen für den passenden Durchsatz. Nicht zuletzt kommen auch die Motorsteuerung und die Abstimmung direkt von Zyrus.

Das Ergebnis sieht man im Video. Rennfahrer Fredrik Sørlie brauchte für eine Nordschleifen-Runde im LP1200 6:48 Minuten. Für eine volle Runde wohlgemerkt. Mit 30 Grad Außentemperatur und nicht allzu viel Verkehr auf der Strecke passten auch die Rahmenbedingungen. Ohne Verkehr wären wohl noch ein paar Sekunden weniger drin. Doch beim zweiten Versuch zwei Tage später kam es zur glimpflichen Katastrophe: Im Kesselchen platzte bei 220 km/h ein Hinterreifen. Dennoch eine beeindruckende Zeit und Performance für einen Huracan Super Trofeo.

Fotos: Zyrus Engineering

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Eimer
Eimer
18 Tage zuvor

warum ist die Zeit von dem Eimer nicht in der Liste?

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