Mercedes-AMG GT 53 4MATIC+, Mercedes-AMG GT 63 4MATIC+ und Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+: Vier Türen, volle Power

Der neue Mercedes-AMG GT 4-Türer rollt dieser Tage zu den Händlern. Das neue Coupe stellt den ersten viertürigen Sportwagen aus Affalterbach, dem AMG-Hauptsitz, dar. Dort wird der AMG GT Viertürer auch selbstständig entwickelt. Der Anspruch ist klar: Vier Türen und trotzdem standesgemäße AMG-Fahrleistungen. Auf der Rennstrecke genauso wie im täglichen Einsatz. Drei Modelle wird es zum Start geben: Den Mercedes-AMG GT 53 4MATIC+, Mercedes-AMG GT 63 4MATIC+ und das Flaggschiff Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+.

„Das neue AMG GT 4-Türer Coupé verbindet die überzeugende Rennstreckendynamik unserer zweitürigen Sportwagen mit höchster Alltagstauglichkeit. In einzigartiger Weise verkörpert es unseren Markenkern „Driving Performance“ und wird mit seiner konsequenten Auslegung neue Kunden für Mercedes-AMG erschließen“, so Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH.

Trotz der vier Türen sieht man den neuen GTs auch von außen an, dass es sich um ernstzunehmende Sportwagen handelt – die Frontansicht mit langer Motorhaube und zwei Powerdomes lässt keinen Zweifel an der Zugehörigkeit des jüngsten Mitglieds der AMG GT Familie aufkommen. Wie im AMG GT R verbessert ein Kühlerjalousie, das sogenannte AIRPANEL, vor dem mittleren Kühllufteinlass die aerodynamische Effizienz des Fahrzeugs. Schmale LED-Scheinwerfer, die AMG-spezifische Kühlerverkleidung, die Shark-Nose sowie die Frontschürze mit weiterentwickeltem Jet-Wing (mit fließendem A-Wing beim Sechszylindermodell) bieten weitere Hinweise auf einen waschechten AMG. Am Heck kommen ebenfalls schmale LED-Scheinwerfer zum Einsatz. Und ein standesgemäßer Heckflügel, versteht sich.

Fotos vom Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+ X 290:

„Das neue AMG GT 4-Türer Coupé ist der ultimative viertürige Sportwagen und der perfekte Repräsentant von Performance Luxury“, so Gorden Wagener, Chief Design Officer Daimler AG. „Er verkörpert mit atemberaubenden Proportionen und einem puristischen, flächenbetonten Design mit sinnlichen Formen eine Symbiose aus Emotion und Intelligenz. Es ist hot und cool zugleich.“

Exterieur-Pakete zur Individualisierung

Das Night-Paket umfasst schwarz glänzende Zierelemente und kommt, falls der Ausdruck für so ein Auto überhaupt noch anwendbar ist, eher dezent daher. Ganz im Gegenteil zum Chrom-Paket, wo jede Menge Hochglanz-Chrom verbaut wird. Zwei Carbon-Pakete mit Sichtcarbon-Zierelementen runden das Bild ab. Optional lassen sich alle mit dem Aerodynamik-Paket kombinieren. Es enthält zusätzliche Funktionselemente in hochglanzschwarz, den Jet-Wing in Silver Shadow in der Frontschürze sowie den feststehenden Heckflügel und verringert natürlich auch den Auftrieb bei höheren Geschwindigkeiten. Mit dem V8-Styling Paket kann das Sechszylindermodell zudem mit Designelementen der Achtzylinder-Versionen nachgerüstet werden.

Motoren: V6-E-Turbo oder V8-Biturbo

Das Einstiegsmodell Mercedes-AMG GT 53 4MATIC+ geht zwar nur mit einem Single-Turbo-Reihensechszylinder an den Start. Der leistet jedoch auch schon respektable 320 kW / 435 PS und kommt zudem mit eine elektrischen Zusatzverdichter, auch E-Turbolader genannt, daher. Der produziert zwar nur 16 kW / 22 PS, bis der Abgasturbolader anfängt, Ladedruck aufzubauen. Dazu kommen jedoch 250 Newtonmeter Drehmoment, zudem steht die Extra-Power quasi vom Start weg bereit, um das Turboloch zu schließen. Von Null auf Hundert geht der AMG GT 53 4MATIC+ in 4,5 Sekunden, Schluss ist bei 285 km/h.

Die meisten Kunden werden aber wohl eher zum klassischen AMG-V8 greifen. Die 4,0-Liter-Biturbos sind bereits aus diversen AMG Modellen bekannt und eine sichere Wahl – Drehmoment ohne Ende und dazu kerniger V8-Sound vom Feinsten. Wie üblich bei neuen Modellen ist die Leistung weiter gestiegen: Im Mercedes-AMG GT 63 4MATIC+ auf 430 kW / 585 PS und 800 Nm Drehmoment, damit sprintet der GT in 3,4 Sekunden auf 100 km/h und bei freier Bahn weiter bis auf 310 km/h. Im Topmodell, dem Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+ liefert er dank größerer Turbos 470 kW / 639 PS satte 900 Nm Drehmoment ab, welches von 2500 bis 4500 U/min zur Verfügung steht. Tempo 100 km/h steht nach 3,2 Sekunden, maximal gehen 315 km/h.

Die Turbos bei den V8-Motoren sitzen zwischen den Zylinderbänken, wie auch von den Konkurrenten von Audi und BMW bekannt. Die Vorteile des „hot V“, heißem V, liegen in der kompakten Motorbauweise und dem spontanen Ansprechverhalten der Turbolader. Zudem lässt sich die Hitze oben mittig am Motor konzentrieren, sodass man unten seitlich verhältnismäßig kühle Luft ansaugen kann. In der AMG GT 63 S Variante verfügt der Achtzylinder über aktive Motorlager. Die Steifigkeit lässt sich stufenlos und schnell an die jeweilige Fahrsituation anpassen – weich bei komfortablem Gleiten, hart auf der Rennstrecke. Der AMG GT 63 stehen aktive Lager als Extra im Rahmen des Dynamic Plus Pakets zur Verfügung.

Fotos: Mercedes-AMG

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