BMW iX3: Marktstart, Preise, technische Daten

Nach dem BMW i3, i4 und i8 ist nun das erste elektrifizierte SUV an der Reihe: Der BMW iX3 steht in den Startlöchern. Gefertigt wird der iX3 als erstes elektrisches Modell von BMW am chinesischen Fertigungsstandort Shenyang. Auch die für den Export bestimmten Fahrzeuge werden in China gebaut. Die Markteinführung soll noch dieses Jahr starten – allerdings ebenfalls in Fernost.

Damit steht die X3-Plattform als erstes Modell mit allen Antriebsvarianten zur Verfügung: Otto- und Dieselmotoren, Plug-in-Hybrid-System oder reiner Elektroantrieb – der Kunde hat die Wahl. Geschraubt wurde in den letzten Monaten vor allem an der Reichweite und damit an der Batterie, dem klassischen Schwachpunkt von Elektroautos. Die Leistungsdichte des Elektroantriebs soll um 30 Prozent, die Energiedichte des Hochvoltspeichers auf Zellenebene um 20 Prozent gesteigert worden sein. Neben der Batterie sind auch der Elektromotor, die Leistungselektronik und die Ladetechnik Eigenentwicklungen aus München und werden ab 2021 auch im BMW iNEXT und im BMW i4 verbaut. Ein Grund für die Effizienzsteigerung gibt BMW mit der integrierten Antriebstechnologie an. Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe stecken erstmals in einem zentralen Gehäuse. Die Batterie geht mittlerweile in die fünfte Generation und kommt auf 80 kWh. Damit sollen bis zu 460 Kilometern nach WLTP möglich sein.

Ob man die schafft, ist bei alternativen Antrieben natürlich genauso fragwürdig, wie man es von den Verbrauchsangaben der klassischen Verbrenner gewohnt ist. Zumal der Elektromotor stattliche 210 kW / 286 PS und 400 Nm Drehmoment drückt. Selbst wenn man diese Leistungswerte auch nur sporadisch anruft, dürfte die Reichweite deutlich darunter liegen. Dafür steigt der Spaßfaktor enorm: Von null auf 100 km/h geht es in 6,8 Sekunden, wobei gerade die ersten 50 km/h richtig Spaß machen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch begrenzten 180 km/h. Das ist natürlich auch nicht mit Verbrennern zu vergleichen. Im Vergleich zu anderen Stromern kann der Topspeed sich dagegen durchaus sehen lassen, da geht manch Hersteller restriktiver vor.

Die Rekuperation, ein wichtiger Baustein bei der Reichweite von Elektroautos, lässt sich zunächst über das Fahrprogramm vorwählen. Steht der Schalthebel auf B und man hebt den Gasfuß, wird so hart rekuperiert und damit abgebremst, dass sich der iX3 praktisch mit einem Pedal fahren lässt. Fährt man dagegen klassisch in D geht die Rekuperation adaptiv vor. Je nach Fahrsituation lässt sich damit auch richtig segeln, wenn man zum Beispiel auf der Landstraße in Richtung einer 80-Zone rollt. Das Rekuperationsniveau lässt sich zudem in drei Stufen feintunen. Nichts geändert hat sich an einer klassichen BMW-Tugend: Die Kraft geht komplett auf die Hinterräder.

Fotos vom BMW iX3:

Geladen wird der iX3 mit maximal 150 kW an Gleichstrom-Stationen. Damit soll es von null auf 80 Prozent in 34 Minuten gehen, was 10 Minuten für 100 Kilometer Reichweite nach WLTP entspricht. Die neue elektrische Freiheit hat allerdings ihren Preis, wer hätte das gedacht: Der Basispreis für den BMW iX3 in Deutschland liegt bei 69.800 Euro inklusive 19% Mehrwertsteuer. 68.040,34 Euro gehen bei einer Mehrwertsteuer von 16% über den Tisch.

Fotos: BMW

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Martin K
Martin K
1 Monat zuvor

Ob der wirklich 460km Reichweite schafft, darf natürlich in höchstem Maße bestritten werden, genau wie bei den Verbrenner-Verbrauchsangaben

Tobi
Tobi
1 Monat zuvor

Da der Eimer aber 1. als SUV und 2. als Elektroauto sowas von im Trend liegt, wird er weggehen wie warme Semmeln

Manu
Manu
1 Monat zuvor

Denke auch die werden davon bald mehr verkaufen als von jeder anderen x3-Variante

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