Dodge Challenger SRT Hellcat vs. Ford Mustang Shelby GT500

Der Dodge Challenger SRT Hellcat gegen den Ford Mustang Shelby GT500: Zwei klassische amerikanische Musclecars. Der Dodge Challenger kam erstmals 1969 auf den Markt und mischt nach vielen Jahren Produktionspause seit 2008 wieder mit. Der Mustang dagegen wurde bereits 1964 vorgestellt und gilt als Begründer der Pony-Car-Klasse. Welches Auto ist der bessere Sportwagen?

Auf dem Papier sind beide Autos ähnlich aufgebaut. Beide werden von V8-Motoren angetrieben, beim GT500 mit 5,2 Litern Hubraum, beim Challenger 6,2 Liter groß. Die beiden hier verglichenen Topversionen werden zusätzlich noch durch Kompressoren zwangsbeatmet, und allein der Kompressor drückt beim Mustang nochmal 2,65 Liter Luftmasse durch die Ansaugbrücke. Traditionsgemäß geht die Leistung bei beiden Testfahrzeugen komplett auf die Hinterachse, damit man beim Burnout vor dem Dragrace auch die Reifen auf Temperatur bekommt. Welches Musclecar rast zuerst durchs Ziel?

1. Leistung und Drehmoment: Ford Mustang Shelby GT500

Der Ford Mustang Shelby GT500 drückt 567 kW / 771 PS und, Kompressor sei Dank, 847 Nm Drehmoment. Damit ist er der stärkste Serien-Mustang, der je gebaut wurde. Der Challenger SRT Hellcat mit einem Liter mehr Hubraum kommt nicht ganz auf die Leistung: 527 kW und 717 PS. Beim Drehmoment macht sich der größere Motor bezahlt: 881 Nm produziert der 6,2 Liter große V8. Für ein Unentschieden reicht es für den Challenger aber nicht, denn er hat zwar 34 Nm mehr, aber 54 PS weniger.

Fotos vom Ford Mustang Shelby GT500:

2. Beschleunigung: Ford Mustang Shelby GT500

Der Challenger SRT Hellcat beschleunigt in gerade mal 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Die 200 km/h-Marke fällt nach 10,6 Sekunden. Bis 300 km/h wird es mit 38,8 Sekunden etwas ruhiger, aber immer noch sehr schnell. Der Mustang holt sich mit 3,5 Sekunden bis 100 km/h den Start, obwohl er mit 1.916 kg nicht unbedingt ein Leichtgewicht ist. Typisch amerikanischer V8 spielt der Challenger aber in ähnlichen Regionen und legt mit 1.957 kg sogar noch ein paar Kilos drauf. Weitere Beschleunigungswerte sind für den Mustang leider noch nicht bekannt. Wohl aber Viertel-Meile-Zeiten, der amerikanische Volks-Motorsport. Der GT500 brennt eine 10,7 Sekunden in den Asphalt bei 214 km/h. Mit 11,7 Sekunden bei 213 km/h ist der SRT Hellcat exakt eine Sekunde langsamer. Punkt für den Ford.

3. Höchstgeschwindigkeit: Dodge Challenger SRT Hellcat

Beim Thema Topspeed wird es ein unfaires Rennen: Für den Ford Mustang ist bei 290 km/h Schluss. Im wahrsten Sinne des Wortes: Der GT500 wird elektronisch begrenzt. Warum, bleibt Fords Geheimnis. Solche Probleme hat der Challenger nicht, bis Tempo 320 km/h drückt der Kompressor Luft in die acht Zylinder. Der Dodge schlägt zurück.

4. Nürburgring Nordschleife: Unentschieden

Leider sind keine Rundenzeiten bekannt von Kursen, auf denen beide Sportwagen offiziell gestoppt wurden – schon gar nicht für den gerade erst zu den ersten Händlern gerollten Mustang. Sehr schade, hoffentlich legen Dodge und vor allem Ford in dieser Hinsicht noch nach.

Fotos vom Dodge Challenger SRT Hellcat:

5. Preis: Dodge Challenger SRT Hellcat

Für den Mustang Shelby GT500 gibt es mittlerweile einen Preis, wenn auch nicht in Euro. Da aber sowieso noch gar nicht klar ist, ob der neue Über-Mustang überhaupt den europäischen Markt erreichen wird, gibt es möglicherweise auch niemals ein Euro-Preisschild. In Amerika dagegen wird man mittlerweile für 72.900 Dollar stolzer Besitzer des stärksten Mustangs aller Zeiten. Für den Challenger muss man in den USA 72.590 Dollar hinlegen – auch die SRT Hellcat wird nicht offiziell nach Deutschland importiert. Sieht fast nach einer Preisabsprache aus, allerdings gibt es noch stärkere Versionen des Hellcat, die auch entsprechend mehr Kosten. Noch ein Punkt für den Dodge Challenger SRT Hellcat.

SIEGER: 2,5 : 2,5 Unentschieden

Trotz des starken Motors des Ford Mustang Shelby GT500 war es ein ausgeglichenes Rennen. Der Dodge Challenger SRT Hellcat zeigte sich als würdiger Gegner. Bei der Leistung, dem Drehmoment und beim Preis lagen die Kontrahenten noch am engsten zusammen. Den Beschleunigungs-Test entschied der Mustang klar für sich, genauso wie der Challenger das Thema Höchstgeschwindigkeit. Nach wie vor mit dem bitteren Beigeschmack, dass der Mustang abgeregelt wird. Am Ende wird man davon aber wahrscheinlich nicht viel merken und bekommt von beiden Autos eine Performance, die man nur selten voll ausnutzen kann.

Fotos: Dodge, Ford

4.5 109 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
2 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Maddin
Maddin
3 Monate zuvor

Der Challenger sieht so böse aus. Geile Kiste!

Joe E36
Joe E36
3 Monate zuvor

Challenger. Perfekte Viertelmeile Auto.

2
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x