VW Golf 8 GTI: Ein Fahrdynamikmanager gegen den Frontantrieb

Der neue VW Golf 8 hat im Vorfeld seiner Premiere nicht unbedingt für viel Lob gesorgt. Das gilt umso mehr für das Performance-Modell: Von „Langweilig“ bis zu „unwürdig“ war so ziemlich alles über den Golf 8 GTI zu hören. Insbesondere die Seitenlinie mit den kaum ausgestellten Radhäusern musste sich einiges an Kritik gefallen lassen. Bei Volkswagen klingt das natürlich ganz anders: Von „Agiler Antrieb, Bilderbuchfahrwerk, fälschungssicheres Design, perfekte Ergonomie, pure Fahrfreude“ ist da zu lesen. Ein Teil der Hoffnungen ruhen zudem auf einem neuen Fahrdynamikmanager, der maximale Dynamik mit maximalem Komfort verspricht.

Die Crux mit dem Frontantrieb

Generation für Generation muss man sich dabei auch den Frontantrieb schönreden, der so gar keinen Sinn in einem Sportwagen hat. Der Fahrdynamikmanager nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein: „Das System koordiniert zentral und übergeordnet die elektromechanischen Fahrwerkfunktionen“, so Karsten Schebsdat, Leiter Fahrdynamik, Lenk- und Regelsysteme. „Durch die Kombination aus neu abgestimmtem Fahrwerk plus Vorderachsquersperre und Fahrdynamikmanager konnten wir die hervorragende Gesamtperformance des Golf GTI auf ein nochmals höheres Niveau bringen. Das gilt umso mehr, wenn auch noch das mit einer neuen Software-Applikation ausgestattete DCC-Fahrwerk mit regelbaren Dämpfern an Bord ist.“. Über die serienmäßige Fahrprofilauswahl in Kombination mit dem optionalen adaptiven DCC-Fahrwerk soll der Pilot die für ihn beste Abstimmung finden. Das für Fronttriebler typische Untersteuern wurde damit praktisch abgestellt, verspricht VW. Was genau dabei jetzt die Rolle des Fahrdynamikmanagers ist, wird nicht verraten.

Fotos vom VW Golf 8 GTI:

Man ergeht sich lieber in der Ausstattungsliste: Serienmäßig LED-Scheinwerfer, optional LED-Matrixscheinwerfer und der Kühlergrill lässt sich mit einem schmalen LED-Streifen beleuchten, der sich nach links und rechts bis in das LED-Tagfahrlicht der Scheinwerfermodule fortsetzt. Ebenfalls serienmäßig sind 17-Zoll-Alus an Bord. Am Heck thront ein GTI-Dachspoiler und bringt Anpressdruck auf die Hinterachse. Unten ist ein Diffusor verbaut, eingerahmt von den zwei Endrohren der Abgasanlage. Ein Zündschloss gibt es im neuen Golf GTI nicht mehr, stattdessen findet sich ein Start-/Stopknopf in der Mittelkonsole. Der pulsiert nach dem Öffnen der Türen in rot, bis der Motor gestartet wird. Aus dem Dreispeichen-Sportlenkrad von einst wurde mittlerweile ein Multifunktions-Sportlederlenkrad mit Touchbedienung und optional integrierter „Travel Assist“-Taste, um den Golf GTI bis 210 km/h assistiert zu fahren.

Zentral vor dem Fahrer sitzt das serienmäßige „Digital Cockpit“. Im GTI lässt sich ein gleichnamiger Modus aktivieren mit Drehzahlmesser in der Mitte – ein nettes Detail. Serienmäßig gesellt sich ein 8,25-Zoll-Screen dazu, optional sind auch 10-Zoll möglich. Und auch beim Ambientelicht hat man zur Konkurrenz aufgeschlossen: Die Anzeigen und viele weitere beleuchtete Bereiche des Interieurs lassen sich in 30 frei konfigurierbaren Farben beleuchten.

Fotos: VW

[Gesamt: 5   Durchschnitt:  3.2/5]

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