VW Golf 7 GTI vs. VW Golf 7 R

Der VW Golf, das meistgebaute deutsche Auto aller Zeiten. Über 30 Millionen Fahrzeuge rollten im Laufe der Jahre vom Band. Darunter auch diverse sportliche Versionen, angefangen beim legendären Golf GTI. Von dem gibt es mittlerweile auch eine TCR-Version, doch um die soll es heute nicht gehen. Sondern um den stärksten hausinternen Kontrahenten: Den VW Golf 7 R. Was sind die Unterschiede zum normalen Golf 7 GTI?

Der VW Golf 7 GTI ist das Einstiegsmodell in die Volkswagen-Kompaktsportler. Wie beim Golf 7 R steckt ein 2,0 Liter großer, turboaufgeladener Reihenvierzylinder unter der Motorhaube, der auf dem modularen Ottomotorbaukasten des VAG-Konzerns basiert. Er trägt den Namen EA888, wird in verschiedensten Leistungsstüfen schon seit dem Golf 5 verbaut und geht mittlerweile in die dritte Generation. So hat der stärkere Golf 7 R mit 1.525 kg im Vergleich zu den 1.386 kg des Golf 7 GTI zwar mehr Gewicht mitzuschleppen, muss im Gegensatz zu früheren R-Modellen aber nicht mehr auf den schweren VR6-Block zurückgreifen – ein größerer Turbolader schiebt den R an. Wie groß ist der Unterschied zwischen den beiden Fahrzeugen?

1. Leistung und Drehmoment: VW Golf 7 R

Der Golf 7 R holt in der letzten Version, die bis Anfang 2020 gebaut wurde, 221 kW / 300 PS und 400 Nm Drehmoment aus dem Vierzylinder. Der Golf 7 GTI fährt hier weit hinterher: 169 kW / 230 PS und 350 Nm grenzen ihn deutlich vom Golf 7 R ab. Punkt für den R.

Fotos vom VW Golf 7 GTI:

2. Beschleunigung: VW Golf 7 R

Der VW Golf 7 GTI braucht 6,4 Sekunden bis 100 km/h und 24,2 Sekunden bis 200 km/h. Hier kommt dem Golf 7 R nicht nur die Mehrleistung, sondern auch der bei VW 4Motion genannte Allradantrieb zugute. Die vom Start weg perfekte Traktion lässt den R in 4,7 Sekunden auf 100 km/h sprinten. Nach 19,1 Sekunden fällt dank der höheren Leistung die 200 km/h-Marke. Auch hier hat der GTI keine Chance.

3. Höchstgeschwindigkeit: VW Golf 7 R

Auch beim Topspeed macht der R das Rennen, wenn auch hauchdünn: Mit abgeregelten 250 km/h ist er exakt 2 km/h schneller als der Golf 7 GTI. Optional konnte man für den Golf 7 R allerdings noch das Performance-Paket bestellen, dann sind mit 263 noch ein paar km/h mehr drin.

4. Nürburgring Nordschleife: VW Golf 7 R

Doch Motorleistung ist bekanntlich nicht alles. Um das volle Potential eines Sportwagens auszuschöpfen, muss man auf die Rennstrecke. Am besten eine, die alle Fahrsituationen abruft, wie die Nordschleife vom Nürburgring. Der VW Golf 7 GTI ging 2013 in 8:29:00 Minuten durch die grüne Hölle. Ein mehr als respektabler Wert für einen Kompaktwagen mit überschaubarer Leistung. Der Golf 7 R wurde ebenfalls um den Ring gejagt, allerdings basiert die einzige bekannte Zeit von 8:15:00 Minuten rein auf VW-Angaben. Auch ein Fahrer wurde damals nicht genannt. Damit ist der R immernoch schneller als der GTI, aber nicht so viel schneller, wie man bei 70 PS mehr Leistung erwarten würde.

Fotos vom VW Golf 7 R:

5. Preis: VW Golf 7 GTI

Beim Anschaffungspreis gibt es den Ehrenpunkt für den GTI: Die Schlüssel gingen 2013 für 28.350 Euro über die Ladentheke. Für den Golf 7 R als Topmodell der Baureihe musste man deutlich tiefer in die Tasche greifen: 38.325 Euro waren fällig. Dagegen wirkt der ebenfalls gut ausgestattete und ordentlich motorisierte GTI wie ein echtes Schnäppchen.

SIEGER: 4 : 1 VW Golf 7 R

Der VW Golf 7 R gewinnt eindeutig und ohne Probleme. Er kann alles besser als der GTI, egal ob Leistung, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder Rundstrecke. Ob das den Mehrpreis von über 10.000 Euro rechtfertigt, muss der geneigte Käufer selbst entscheiden. Spaß machen beide Autos, der R aber zugegebenermaßen ein bisschen mehr.

Fotos: VW

[Gesamt: 11   Durchschnitt:  4.9/5]

3 Gedanken zu „VW Golf 7 GTI vs. VW Golf 7 R

  • 14/05/2020 um 16:12
    Permalink

    Wenn ich die Kohle hätte würde ich den R alleine schon wegen dem Auspuff nehmen!!

    Antwort
  • 14/05/2020 um 18:30
    Permalink

    Der R ist ne Waffe, dagegen ist der normale GTI ein Schaf. Und wenn man Software an dem macht, bringts auch was wegen dem Allrad.

    Antwort

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