Lamborghini Huracan EVO RWD Spyder: Leichtbau-Cabrio mit Heckantrieb

Lamborghini hat den neuen Huracan EVO RWD Spyder mit Hinterradantrieb offiziell vorgestellt. Zeitgemäß virtuell und optional mit Augmented Reality. Das neue V10-Modell soll den Spagat zwischen Komfort und Performance meistern. Dazu kommt neben Leichtbau und Hinterradantrieb ein speziell abgestimmtes Performance Traction Control System (P-TCS) zum Einsatz.

Der EVO RWD Spyder komplettiert dabei die Huracan-Familie – eigentlich fehlt jetzt nur noch eine offene Version vom Performante. Der ist jedoch so sehr auf Rennstrecke gebürstet, dass es wohl wenig Sinn ergeben würde, das Dach rauszuflexen. Zumal man mit der EVO-Version standesgemäß unterwegs ist: 449 kW / 610 PS und 560 Nm Drehmoment sollten für das ein oder andere Überholmanöver ausreichen. Auf 100 km/h geht es in 3,5 Sekunden (Coupe 3,3 Sekunden), Schluss ist erst bei 324 km/h. Damit ist der Spyder nur 1 km/h langsamer als die geschlossene Version.

Fotos vom Lamborghini Huracan EVO RWD Spyder:

Stefano Domenicali, Lamborghini-Chef, zum Spyder: „Der Huracan EVO RWD Spyder steht für doppelten, unverfälschten Fahrspaß und ein Freilufterlebnis der Extraklasse. Der Fahrer spürt die traditionelle Ingenieurskunst von Lamborghini in jedem einzelnen Detail. Die Abstimmung des Hinterradantriebs sorgt für unmittelbares Feedback und bindet den Fahrer aktiv in das Geschehen ein, während elektronische Eingriffe auf ein Minimum reduziert werden. Gleichzeitig genießt er das besondere Gefühl der Freiheit und Lebendigkeit, das nur ein Cabrio bieten kann.”.

Lamborghini Huracan EVO RWD Spyder-Fahrmodi: Strada, Sport, Corsa

Das P-TCS-Traktionskontrollsystem hat vor allem eine Aufgabe: Die Kraft der zehn Zylinder auf die Straße zu kriegen, auch wenn nur eine Achse angetrieben wird. In scharfen Kurven oder beim Driften hilft die Elektronik, den EVO RWD Spyder zu stabilisieren. Gesteuert wird das ganze über die Anima-Taste am Lenkrad, wo die Fahrmodi gewechselt werden. Strada ist der Standard-Modus mit maximaler Sicherheit und Stabilität. Im Sport-Modus lässt die Elektronik auch Driften zu, die Hinterräder können beim Beschleunigen kontrolliert durchdrehen. Wird der Driftwinkel zu spitz. wird das Drehmoment begrenzt und der Fahrer kann das Auto wieder einfangen. Der Corsa-Modus konfiguriert den Huracan für optimale Traktion und Agilität unter Rennstreckenbedingungen.

Die Karosserie aus Aluminium und thermoplastischem Harz wird auf einem Hybridchassis aus Aluminium und Kohlefaser verschraubt. Das Trockengewicht liegt bei 1.509 kg, was ein Leistungsgewicht von 2,47 kg/PS ergibt. Die stellt sich für den Hecktriebler mit vorne 40 / hinten 60 Prozent recht optimal dar. Um belüftete und quergebohrte Stahlbremsen drehen sich 19-Zoll-Kari-Felgen mit speziell entwickelten Pirelli P Zero-Reifen – für die meisten Kunden wohl einer der ersten Fälle für die Optionsliste, immerhin drehen sich 19-Zöller heutzutage schon serienmäßig um Kleinwagen. Auch die optionale Carbon-Keramik-Bremse dürfte diverse Freunde finden.

Das Dach des Spyder verschwindet in 17 Sekunden unter dem Heckdeckel, bis zu 50 km/h auch während der Fahrt. Wer noch mehr Sound möchte, kann zudem die Heckscheibe herunterfahren. Ganz billig wird der Spaß, so kennt man Lamborghini, natürlich nicht. Wenn die ersten Kunden den Huracan EVO RWD Spyder im Sommer 2020 abholen, haben mindestens 175.838 Euro den Besitzer gewechselt.

Fotos: Lamborghini

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Olli
Olli
3 Monate zuvor

Hammer Kfz, da braucht man keinen Aventador mehr. Aber Sitze vom Koenigsegg Gemera geklaut 😂

Holger
Holger
3 Monate zuvor

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich den nehmen. Cabrio mit nem brüllenden V10 hinter sich, perfekt. Und Gewicht noch ok weil kein Allrad. Braucht man eh nicht, die Elektronik reitet einen sowieso in modernen Autos.

Nobbi
Nobbi
3 Monate zuvor

Brutales Kfz

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