Der neue Porsche 911 GT2 RS: Stärkster 911er aller Zeiten

Der schnellste und stärkste Porsche 911 aller Zeiten geht an den Start: Auf dem Festival of Speed in Goodwood feiert der neue Porsche 911 GT2 RS seine Weltpremiere. Angetrieben von einem Biturbo-Boxermotor mit 515 kW / 700 PS geht es in 2,8 Sekunden auf 100 km/h, Schluss ist bei 340. Dank Heckantrieb und jeder Menge Rennsporttechnik ist der neue GT2 RS vollgetankt 1.470 Kilogramm leicht. Mit dem rennsportnahen Antrieb übertrifft der neue 911 GT2 RS seinen Vorgänger mit 3,6-Liter-Triebwerk um 59 kW / 80 PS und erreicht ein Drehmoment von 750 Newtonmeter (plus 50 Nm).

Fotos des Porsche 911 GT2 RS:

Das Triebwerk baut auf der 3,8-Liter-Maschine des 911 Turbo S mit 427 kW / 580 PS auf. Zur Leistungssteigerung sorgen größere Turbolader für mehr Frischluft in den Brennräumen. Für optimale Kühlung bei Belastungsspitzen sorgt ein neues Zusatzkühlsystem. Jenes besprüht die Ladeluftkühler bei sehr hohen Temperaturen von oben mit Wasser. Dadurch sinkt die Gastemperatur im Überdruckbereich. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) wurde für den GT2 RS neu abstimmt. Ein weiteres Highlight ist die Titan-Abgasanlage, die rund sieben Kilogramm gegenüber dem 911 Turbo einspart.

Rennsportfahrwerk

Auf dem Niveau von Supersportwagen bewegen sich die Kurvengeschwindigkeiten, die der 911 GT2 RS dank seines Rennsportfahrwerks mit Hinterachslenkung und Ultra High Performance (UHP) Reifen erreicht. Wie alle GT-Sportwagen verfügt das neue Spitzenmodell über ein speziell abgestimmtes PSM mit dem auf optimale Fahrdynamik zugeschnittenen Sport-Modus. Große Luftein- und -auslässe führen zusammen mit dem Heckflügel die Luft. Die Räder kommen in den Dimensionen 265/35 ZR 20 vorn und 325/30 ZR 21 hinten. Verzögert wird serienmäßig mit der Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB). Die Kotflügel vorn, die Radhausentlüftungen, die Oberschale der Sport Design-Außenspiegel, die Luftöffnungen der Fondseitenteile und Elemente des Heckteils sind ebenso wie viele Interieur-Komponenten aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CfK) gefertigt. Auch die Fronthaube musste zur Diät und besteht jetzt aus Carbon, das Dach im Serientrim aus Magnesium.

Weissach-Paket spart 30 Kilogramm

Performance lässt sich immer weiter optimieren – auch beim 911 GT2 RS. Dafür haben die Porsche-Ingenieure das optionale Weissach-Paket geschnürt, in dem eine Gewichtsersparnis von rund 30 Kilogramm steckt. Es umfasst noch mehr Elemente aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und Titan. So sind beispielsweise das Dach sowie die Stabilisatoren und Koppelstangen an beiden Achsen aus Carbon. Magnesium-Räder reduzieren sowohl das Gesamtgewicht als auch die ungefederten Massen und sorgen so für noch bessere Fahrwerkseigenschaften. Im Innenraum des 911 GT2 RS dominieren serienmäßig rotes Alcantara, schwarzes Leder sowie Interieurteile aus Sichtcarbon. Zur Serienausstattung gehört zudem das Connect Plus-Modul und die Porsche Track Precision App. Sie erlaubt eine detaillierte Aufzeichnung, Anzeige und Analyse von Fahrdaten auf dem Smartphone.

Das optionale Chrono-Paket erweitert die PCM-Funktionen um die Performance-Anzeige, mit der Rundenzeiten dargestellt, gespeichert und ausgewertet werden können. Hinzu kommt eine Stoppuhr auf der Schalttafel mit analoger und digitaler Anzeige. Beim 911 GT2 RS umfasst das Chrono-Paket außerdem den Laptrigger. Mit dem externen Marker an einer Start/Ziel-Geraden lassen sich die Rundenzeiten mit Hilfe der Porsche Track Precision App präzise messen. Der 911 GT2 RS kostet in Deutschland ab 285.220 Euro einschließlich Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung.

Fotos: Porsche

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