Gumpert Nathalie: Produktionsstart für Methanol-Brennstoffzelle-Sportwagen

Die Firma Gumpert AIWAYS unter der Führung von CEO, Ingenieur und Chefentwickler Roland Gumpert hat das erste Serienmodell vorgestellt: Die Roland Gumpert Nathalie. Mit einer Methanol-Brennstoffzelle und vier Elektromotoren ausgerüstet soll die Nathalie Fahrleistungen auf Supersportler-Niveau anbieten, gleichzeitig die Umwelt schonen und in nur drei Minuten wieder voll aufgetankt sein.

„Es war meine Vorstellung eines Elektroautos das nicht stehen bleibt wenn die Batterie leer ist, die uns auf diesen Weg gebracht hat. Ein Jahr später präsentieren wir Ihnen das weltweit erste Serienfahrzeug mit Methanol-Brennstoffzelle das unabhängig von Ladesäulen oder speziellen Wasserstofftankstellen ist“, so Roland Gumpert, Geschäftsführer von Gumpert AIWAYS. In der Evolution zum Serienmodell wurde gegenüber dem 2019 vorgestellten Prototypen an vielen Ecken weiter gefeilt. Auffälligstes Merkmal sind die Flügeltüren. „Die Weiterentwicklung vom Showcar zur Serienproduktion gibt dem Designer die Möglichkeit, seine eigene Kreation in Frage zu stellen, einzigartige und wichtige Elemente weiter zu entwickeln und die Ästhetik des gesamten Designs zu harmonisieren. Bei der Entwicklung des Seriendesigns der Nathalie halfen technische Randbedingungen, die Proportionen des Fahrzeugs zu verfeinern und die Front- und Seitenlinien zu schärfen. Das Fahrzeug ist an genau den richtigen Stellen gewachsen. Ein perfektes Zusammenspiel von Design und Technik“, so Lorenz Loew Chefdesigner von Gumpert AIWAYS.

Fotos der Gumpert Nathalie:

Und Gumpert hat durchaus ein paar Pfeile im Köcher, wie zum Beispiel der Einsatz von biologischen Leichtbaumaterialien wie Flachs. Bei der „First Edition“ kommen anders als beim Carbon-Chassis der Prototypen bis zu 50% dieses Materials zum Einsatz. Die aktuell vorgestellte Serienversion verfügt über eine 15 kW Methanol-Brennstoffzelle die permanent, aus Methanol Wasserstoff gewinnt und damit Elektrizität erzeugt. Dies soll entspanntes Cruisen in der Stadt und auf der Landstrasse fast ohne Nutzung der Pufferbatterie möglich machen. Die Energiekapazität des Gesamtsystems, bestehend aus Methanol Power Cell mit 65l Tank und Pufferbatterie liegt bei 190 kWh. Damit liegt man bei mehr als den dreifachen Reserven gängiger Elektroautos. Aufgetankt ist das Fahrzeug wie herkömmliche PKW in drei Minuten, wenn man eine Quelle für Methanol zur Hand hat. Denn bislang existiert noch keine Infrastruktur. Gumpert selbst sagt aber, dass die Umrüstkosten für bestehende Tankstellen minimal wären.

Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei 2,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit dank zweier synchronisierter 2-Gang-Getriebe bei 300 km/h. Roland Gumpert-typisch ist die Nathalie bereit für die Rennstrecke. Ein FIA gerechter Gitterrohrrahmen mit Überrollkäfig und der 4-Rad-Antrieb sollen sowohl für die nötige Performance als auch die nötige Sicherheit sorgen. Betankt werden kann das Fahrzeug mit handelsüblichem Methanol. Die Versorgung ist für die Kunden im ersten Jahr nach Auslieferung kostenfrei – siehe das Problem, an den potenten Sprit ranzukommen.
Aktuell will man potentielle Kunden mit einem Über-Nacht-Lieferservice für Deutschland, Österreich und die Schweiz überzeugen. Man arbeite jedoch an einer Infrastruktur. In Nordamerika und dem Nahen Osten werde ebenfalls aktuell eine Infrastruktur aufgebaut.

Die Nathalie aktuell feil gebotene „First Edition“ ist eine Sonderauflage anlässlich der Produkteinführung. Die üppige Sonderausstattung und Sonderlackierung dieser Edition ist für diese erste Baureihe im Basispreis inklusive. Der hat es allerdings in sich. Die Fahrzeuge kommen weltweit zum Preis 407.000 € ab Werk auf den Markt. Insgesamt werden von der Roland Gumpert „Nathalie“ maximal 500 Fahrzeuge inklusive der „First Edition“ für den weltweiten Markt gebaut. Die ersten Fahrzeuge sollen ab dem ersten Halbjahr 2021 verfügbar sein.

Fotos: Gumpert AIWAYS

[Gesamt: 1   Durchschnitt:  5/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.