Koenigsegg Gemera: Das Design-Konzept

Der Koenigsegg Gemera stand als Konzept vor einer Herausforderung: Die Leistung sollte im Megawatt-Bereich liegen, gleichzeitig sollten vier Personen mehr als genug Platz auch für längere Touren haben. „Das Design des Gemera ist von der Form eines Eies für die Gestaltung der Kabine inspiriert, da es ein Gefühl von Kokonbildung, Schutz, Symmetrie und Gleichgewicht vermittelt, das wir für das Interieur unseres viersitzigen Megacars als perfekt geeignet empfunden haben.“, sagt Sasha Selipanov, Leiter Design. „Alle Koenigsegg Modelle haben die ikonische umschließende Windschutzscheibe und eine sehr runde Kabine. Mit der zusätzlichen zweiten Sitzreihe ist die Analogie zu einem Ei nun vollständig.“.

Für den Gründer und CEO Christian von Koenigsegg ist der Gemera seit 2003 ein Traum. Die Leistungsmerkmale eines zweisitzigen Megacars mit Mittelmotor mit den praktischen Aspekten eines viersitzigen Autos zu kombinieren. 17 Jahre später ist er nun Realität geworden, nachdem das Unternehmen Koeniggsegg gewachsen ist und bereits mehrere Megacars auf die Straße gebracht hat. Koenigsegg war wichtig, dass der Gemera nicht nur ein traditioneller 2+2-Sitzer wird, dessen Rücksitze in der Praxis kaum benutzbar sind. Der Gemera ist ein vollwertiger Viersitzer, bei dem die hinteren und vorderen Sitze gleichermaßen komfortabel sind.

Fotos vom Koenigsegg Gemera:

Die Fahrerkabine des Gemera ist wie bei allen Koenigsegg-Modellen nach vorne geschoben, wodurch eine agile und vorwärts springende Haltung entsteht. Die Überhänge sind kurz und die Räder unübersehbar. Die Tatsache, dass der Gemera ein Viersitzer ist, drängt sich solange die Türen geschlossen sind nicht auf. Erst wenn sich die riesigen Türen ohne B-Säule öffnen und ein Viersitzer zum Vorschein kommt, enthüllt sich das die Fahrzeugkategorie. Bei Koenigsegg nennen sie das Ganze „Automated Twisted Synchrohelix-Actuation Doors (KATSAD)“, zu deutsch in etwa „aumatisierte verdrehte sychrohelix-aktivierte Türen“. Die Vordersitze müssen dabei zum Einstieg in den Fond nicht bewegt oder nach Vorne geklappt werden – zumindest, wenn man sich halbwegs in der Nähe der europäischen Durchschnittsgröße bewegt. Hat man auf den 17 kg leichten Carbon-Sitzen Platz genommen, sorgt ein integriertes Gurtsystem für Sicherheit. Alle vier Sitze verfügen sowohl über Sitzheizung als auch über eine intergrierte Belüftung.

Wahrer Luxus: Acht Becherhalter

Wie weit Komfort bei Koenigsegg geht, zeigt sich unter anderem hieran: Der Gemera kommt mit acht Becherhaltern, jeweils einem heißen und einem kalten pro Person. Dazu kommen viele kleine Ablagefächern und vier Leselampen. Es gibt eine separate Klimaanlage für die Rücksitze und Lautstärkeeinstellungen für jeden Sitz. Vorn prangt ein großer zentraler Bildschirm, hinten kommt ein weiterer hinzu. Wer lieber sein eigenes Süppchen kocht, schließt sein Tablet an das integrierte kostenlose Wi-Fi und gegebenenfalls die Lautsprecher an. Neben USB stehen vorn und hinten auch Induktionflächen zum Laden zur Verfügung. Für längere Reisen bietet der Gemera Platz für vier Handgepäckstücke, drei hinten und eines vorn. Eine kompakte Glasscheibe im Heck trennt den hinteren tiefen Gepäckraum vom Fond.

Das Außendesign des Gemera ist um die Fahrzeugmitte verjüngt. Dabei folgt die Form der Funktion, um sowohl Effizienz und Kühlung als auch Aerodynamik zu optimieren. Recht stolz ist man dabei auf die belüfteten Rückleuchten, eine Idee, die zuerst im CC8S im Jahr 2000 aufkam. Im Gemera werden sowohl die Scheinwerfer als auch die Rückleuchten belüftet, was deutlich sichtbar in das Design der Leuchten eingeflossen ist. Lampen, Reflektoren und LEDs werden im eigenen Haus entwickelt. Auch bei den Spiegeln hat sich etwas getan: Erstmals kommen Kameras zum Einsatz, die alten Modelle mussten zugunsten des Luftwiderstands weichen. Die Kamerabilder inklusive eine Vogelperspektiv-Darstellung werden auf zwei seitlichen Displays im Innenraum dargestellt.

Trotz aller zukunftsweisender Technik gibt es auch für Ladedruck-Freunde noch das ein oder andere Highlight. Zum Beispiel zwei oben montierte Akrapovic-Endrohre aus Titan. Die hat der Gemera auch. Ganz beiläufig erwähnt. Und 9 Speichen-Carbonfelgen, die die leichtesten und stabilsten Räder in der 21- und 22-Zoll-Kategorie weltweit sind: Pro Stück kommen weniger als 9 kg zusammen.

Fotos: Koenigsegg

Tweet 20
[Gesamt: 1   Durchschnitt:  5/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.