Koenigsegg Gemera: 4 Sitze und 1,700 PS

Der Koenigsegg Gemera, neuester Streich der schwedischen Hypercar-Schmiede, hat seine Weltpremiere gefeiert. Wie schon beim Regera spricht Koenigsegg von einem Megacar, da die kombinierte Leistung ein Megawatt übersteigt. Der Gemera ist limitiert auf 300 Fahrzeuge.

„Ultimative Leistung war beschränkt auf Zweisitzer mit sehr begrenztem Laderaum – bis jetzt“, sagt Geschäftsführer und Gründer Christian von Koenigsegg. „Der Gemera ist eine komplett neue Fahrzeugkategorie, in der sich Megacar und Platzangebot sowie Umweltbewusstsein treffen. Wir nennen ihn einen Mega-GT.“.

Und dieser neue Mega-GT hat tatsächlich einiges zu bieten. Vier vollwertige Sitzplätze inklusive Handgepäck verspricht der Gemera. Trotzdem ist man schneller unterwegs als in so ziemlich jedem anderen Supersportler. Mit 1,27 Megawatt Leistung und 3.500 Nm Drehmoment ist der Sprint auf 100 km/h nach 1,9 Sekunden erledigt. Schluss ist erst jenseits von 400 km/h, ein Topspeed, den bereits mehrere Koenigsegg-Fahrzeuge erreicht haben.

Fotos vom Koenigsegg Gemera:

Doch wie passt da das Umweltbewusstsein ins Bild? Der einzige klassische Verbrennungsmotor an Bord ist ein 2,0 Liter Dreizylinder, den Koenigsegg den „winzigen, freundlichen Giganten“ nennt. 600 PS und 600 Nm entwickelt der Trockensumpf-geschmierte Zwerg, dessen Leistung komplett an die Vorderachse geht. Dazu kommen je ein Elektromotor an den Hinterrädern und ein weiterer direkt an der Kurbelwelle. Diese entwickeln weitere 1.100 PS, macht in Summe 1.700 PS.

Soviel Verbrenner-Leistung lässt sich allerdings nicht mehr mit normalem Benzin erreichen. Koenigsegg empfiehlt Ethanol Gen 2.0 oder CO2-neutral erzeugtes Methanol (z.b. Vulcanol). Damit wäre man in Summe genauso CO2-neutral unterwegs wie jedes Elektroauto mit einer „guten“ Quelle für Strom. Die Versorgung mit Ethanol Gen 2.0 ist allerdings noch die Ausnahme. Daher lässt sich der Koenigsegg Gemera auch mit E85 oder ganz normalem Benzin betanken.

Um 300 km/h zu fahren, braucht man den Verbrenner allerdings nicht mal – der 800 Volt-Batterie sei Dank. Wie viele von den 50 rein elektrisch möglichen Kilometern man dann schafft, sei allerdings dahingestellt. Der auf einem Carbon-Monocoque basierende Viersitzer ist auf 300 Autos limitiert, der Vorverkauf hat noch nicht begonnen.

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