3. Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft: Toyota Yaris siegt in Schweden

Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team konnte seinen ersten Saisonsieg in der diesjährigen FIA Rallye-Weltmeisterschaft WRC feiern. Elfyn Evans gewann in seinem zweiten Rennen im Toyota Yaris WRC erstmals die Rallye Schweden. Der 19-jährige Kalle Rovanperä belegte den dritten Platz, Teamkollege Sébastien Ogier kam auf Rang Vier. Mit dem zweiten Doppelpodium in Folge gelingt ein nahezu perfekter Saisonauftakt – trotz der neuen Fahrer, die allesamt erst ihre zweite Rallye für Toyota bestritten. Damit geht Gazoo Racing natürlich auch an die Spitze bei der Teamwertung.

Normalerweise findet die Schweden-Rallye auf Eis und Schnee statt. Doch Evans zeigte sich von den äußeren Umständen unbeeindruckt – und führte die Rallye von Anfang bis Ende an. Am letzten Tag hatte der Brite einen Vorsprung von 17,2 Sekunden aufgebaut, nachdem er fünf der acht vorangegangenen Etappen gewonnen hatte. So konnte Evans in der Schlussphase auf Sicherheit gehen und mit 12,7 Sekunden seinen zweiten WRC-Erfolg nach dem Heimsieg bei der Rallye Großbritannien 2017 holen. Für Beifahrer Scott Martin war es sogar der erste WM-Sieg überhaupt, da das Duo erst seit der vergangenen Saison gemeinsam im Cockpit sitzt. Eine weitere Premiere: Erstmals haben britische Piloten die Rallye Schweden gewonnen, die seit 1973 zum WRC-Kalender gehört.

Rovanperä, der bereits bei seinem Debüt in der Königsklasse des Rallyesports rund um Monte Carlo beeindruckte, zeigte in Schweden einmal mehr sein Können: Nachdem er freitags zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Platz lag, lieferte er sich am Samstag ein spannendes Duell mit dem Teamkollegen Sébastien Ogier um Position drei. In den Finaltag ging Ogier mit einer halben Sekunde Vorsprung. Doch unter den schwierigen Bedingungen der 21,19 Kilometer langen Power Stage war Rovanperä 3,7 Sekunden schneller als alle anderen. Er holte damit nicht nur seinen ersten WRC-Etappensieg, sondern sicherte sich auch alle fünf Bonuspunkte. In der Gesamtwertung kletterte er damit auf Platz drei. Damit ist der Rookie der jüngste Podiumssetter aller Zeiten, über zwei Jahre jünger als der bisherige Rekordhalter. Ogier sicherte mit der drittschnellsten Zeit auf der Power Stage den vierten Platz in der Gesamtwertung und wertvolle Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft, wo er nur fünf Punkte Rückstand auf den führenden Evans hat.

„In Schweden haben Evans und Martin unter ungewöhnlichen Bedingungen mit wenig Schnee den ersten Saisonsieg für unser neu aufgestelltes Team eingefahren. Herzlichen Glückwunsch an Elfyn und Scott“, erklärte Team Chairman Akio Toyoda. „Ich freue mich sehr darüber, dass ein neues Teammitglied schon jetzt so tolle Ergebnisse zusammen mit dem Team erzielt. Und Kalle und Jonne kletterten nach einem großen Kampf mit nur drei Sekunden Rückstand gegen Seb und Julien auf die dritte Stufe des Podiums. Ich schätze diese vier Jungs nicht nur für ihre Leistungen, sondern auch dafür, dass sie die Fans begeistern. Katsuta beendete die Rallye und fuhr auf einigen Etappen, auf denen er angreifen wollte, gute Zeiten. Auf einer Etappe war er sogar schneller als Tänak, mit dem ihn eine gute Freundschaft verbindet. Das wird ihm Selbstvertrauen geben. Es gibt eine Sache, die ich ‚bedauere‘: Ich habe Tänak und Järveoja versprochen, dass ich sie von oben mit Champagner bespritzen werde. Doch leider konnte ich nicht dabei sein. Aber ehrlicherweise ist es auch zu kalt für eine Champagner-Schlacht in Schweden! Ich hoffe, dass wir die Chance nochmals in wärmeren Umfeld haben.“.

Teamchef Tommi Mäkinen war natürlich ebenfalls bester Laune: „Es ist ein absolut brillanter Abschluss für uns. Elfyn war an diesem Wochenende so gut, er und Scott haben heute als erste britische Sieger in Schweden Geschichte geschrieben. Und es ist unglaublich, was Kalle in der Schlussphase machte. Er war zum ersten Mal mit diesen Autos auf dieser Etappe. Alle anderen sind sie schon mehrfach gefahren und trotzdem zog er den anderen einfach davon. Ich glaube, wir haben im Moment ein Dreamteam. Es ist ein so gutes Gefühl und der Teamgeist war noch nie so gut wie derzeit. Ich kann mich nur freuen und stolz sein.“.

Als nächstes steht die Rallye Mexiko vom 12. bis 15. März an. Der dritte WRC-Lauf findet vorwiegend auf groben Schotterpisten statt – und das bei Temperaturen von um die 30 Grad Celsius. Zudem liegt der höchste Punkt der Rallye auf 2.737 Metern über dem Meeresspiegel, wo die hochgezüchteten Turbo-Motoren aufgrund der dünneren Luft rund 20 Prozent der Leistung verlieren.

Foto: Toyota

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