Toyota GR Supra 2021: Mehr Leistung, mehr Farben, mehr Optionen

Der Daytona International Speedway, wo der von Toyota angetriebene und gesponserte AAR Eagle Mk 1993 das 24 Stunden-Rennen gewann und mit 1:33.875 min einen Rundenrekord aufstellte, der bis 2019 ungeschlagen blieb, schien den Japanern der ideale Ort, um das neue Modelljahr der GR Supra vorzustellen. Für 2021 bekommt das Sechszylinder-Modell GR Supra 3.0 mehr Leistung und ein neu abgestimmtes Fahrwerk. Zusätzlich bekommt die 3 Liter-Version einen kleinen Bruder mit vier Töpfen, den GR Supra 2.0.

Die ersten 1.500 MkV Supras, intern auch Supra A90 genannt, waren Launch Editions. Für 2021 bietet Toyota 1.000 neue A91 Editions an. Diese Sonderedition kommt mit dem 3,0-Liter-Reihensechszylinder, entweder in Nocturnal (schwarz) oder Refraction (blau). Hinten gibt es eine schwarze Carbon-Spoilerlippe, dazu mattschwarze Räder, Decals an den C-Säulen und Carbon-Spiegelkappen. Das schwarze Interieur mit Alcantara-Elementen und blauen Kontrasten ist ebenfalls exklusiv für dieses Modell. Jede A91 Edition wird mit zwei exklusiven Schlüssel-“Handschuhen” und einer Kofferraummatte geliefert.

Fotos vom Toyota GR Supra 3.0 2021:

Beim 2021 Supra 3.0 Premium und der A91 Edition sind die vorderen Brembo-Bremssättel rot lackiert und mit dem „TOYOTA Supra“-Logo versehen. Alle Supra-Modelle für 2021 verfügen über den 8,8-Zoll-Touchscreen, der bereits vom 2020er 3.0 Premium-Modell bekannt ist. Der 6,5-Zoll-Bildschirm des Basismodells wurde gestrichen.

Reihensechszylinder bekommt mehr Leistung

Die Leistung des aufgeladenen 3,0-Liter-Reihensechszylinder steigt für das neue Modelljahr leicht von 335 PS zwischen 5.000 und 6.500 U/min auf 382 PS zwischen 5.800 und 6.500 U/min Auch das Drehmoment geht leicht nach oben: Von 495 Nm zwischen 1.600 und 4.500 U/min auf 499 Nm zwischen 1.800 und 5.000 U/min. Die erhöhte Leistung resultiert aus einer Reihe von Änderungen im gesamten Motor. Der neue zweigeteilte Krümmer mit sechs statt zwei Anschlüssen verbessert das Wärmemanagement. Ein neues Kolbendesign reduziert das Verdichtungsverhältnis des Motors von 11:1 auf 10,2:1 – ein klares Zeichen für mehr Ladedruck. Nicht geändert hat sich bei der Kraftübertragung. Das bekannte 8-Gang-Automatikgetriebe mit Schaltwippen überträgt auch im 2021er Modell die Leistung.

Neue Abstimmung

Um den Rollwiderstand und die Kurvenstabilität zu verbessern, hat Toyota das Supra 3.0-Chassis neu abgestimmt und leichte Aluminiumstreben verbaut, um die Seitensteifigkeit zu erhöhen. Vordere und hintere Anschlagpuffer sind ebenfalls neu, genau wie die gesamte Dämpfer-Abstimmung. Die Programmierung der elektrischen Servolenkung (EPS) hat auch ein Update bekommen, die adaptive variable Federung (AVS), die Fahrzeugstabilitätskontrolle (VSC) und das aktive Differential wurden auf die Hardwareänderungen angepasst. Insgesamt soll die neue Supra vor allem in Kurven deutlich agiler geworden sein.

Der neue 2,0-Liter-Reihenvierzylinder teilt einen Großteil seiner Technik mit dem 3,0-Liter-Reihensechszylinder, einschließlich eines Twin-Scroll-Turbos, Direkteinspritzung und variabler Nockenwellenverstellung. Unterm Strich kommen 255 PS bei 5.000 bis 6.500 U/min und 400 Nm Drehmoment bei 1.550 bis 4.400 U/min auf die Straße. Der Supra 2.0 verwendet das gleiche 8-Gang-Automatikgetriebe wie der 3.0 und Toyota geht in 5,1 Sekunden auf 100 km/h. Damit ist er der aktuell zweitschnellste Toyota. Wie beim großen Bruder ist elektronisch begrenzt bei 250 km/h Schluss.

Supra Light

Was dem kleinen Bruder dabei wirklich hilft, ist sein Gewicht. Über 100 kg leichter als der Supra 3.0, konnte trotzdem die Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 beibehalten werden. Das liegt daran, dass im gesamten Auto eingespart wurde:

– kleinere vordere Bremsscheiben (330 mm x 24 mm statt 348 mm x 36 mm)
– kein aktives Differential, keine adaptive Federung
– Audiosystem mit vier Lautsprechern statt 10-Lautsprechern
– manuelle Sitzeinstellung

Optional lässt sich einiges davon jedoch mit dem Sicherheits- und Technologiepaket zurückholen:

– dynamische Radar-Geschwindigkeitsregelung
– Blind Spot Monitor (BSM)
– Querverkehrswarnung hinten (RCTA)
– Parksensoren mit Notbremsfunktion
– Navigation
– 500-Watt-JBL-Audiosystem mit 12 Lautsprechern
– Apple CarPlay
– Supra Connected Services: Bis zu vier Jahre Testzeit für Remote-Services, Remote-Wartung, automatischen Notruf, Verkehrsinformationen in Echtzeit, Concierge, Recovery gestohlener Fahrzeuge und Kartenaktualisierungen

Ebenfalls optional ist das Fahrerassistenzpaket:

– dynamische Radar-Geschwindigkeitsregelung
– Blind Spot Monitor (BSM)
– Querverkehrswarnung hinten (RCTA)
– Parksensoren mit Notbremsfunktion

Ebenfalls in den Startlöchern: Toyota GR Supra GT4

Auch auf den neuen GR Supra GT4 müssen Kunden nicht mehr lange warten, zumindest in den USA. Ab ist das Kundensportkfz erhältlich. Es basiert auf dem GR Supra und wird von der TOYOTA Motorsport GmbH (TMG) entwickelt und produziert. Der Antrieb ist leicht aufgebrezelt, der Drei-Liter-Reihensechszylinder Twin-Scroll-Turbo leistet im GT4 320 kW / 430 PS mit einem 7-Gang-Sportautomatikgetriebe mit Schaltwippen. Drifter dürfen sich über ein mechanisches Sperrdifferential für die Hinterachse freuen. Für Krach am Heck sorgt Akrapovic, geschmiert wird mit Ravenol. Der Frontsplitter und der Heckflügel bestehen aus Naturfaserverbundwerkstoff und tragen mit zum verschlankten Gesamtgewicht von 1.350 kg bei. Gefedert wird mit KW-Dämpfern vorne und hinten. Bei der Verzögerung hat sich ebenfalls etwas getan: Spezielle Rennsport-Bremssattel mit sechs-Kolben vorn und vier Kolben hinten sind verbaut. Abgerundet wird mit einem GT4-spezifischen, hochfesten Überrollkäfig auf der Stahlkarosserie und einem FIA-konformen Rennsitz mit Sechs-Punkt-Gurt. Der Innenraum kommt mit Kohlefaser-Instrumententafel. Display und Lenkrad wurden speziell für den Kundensport entwickelt.

Fotos: Toyota

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