Nissan und Uber starten Pilotprojekt in London

Nissan und Uber haben ein gemeinsames Pilotprojekt für die britische Hauptstadt London beschlossen. Dafür liefert Nissan 2.000 vollelektrischen Nissan LEAF. Die Fahrzeuge werden als Teil des Uber „Clean Air Plan“ allen Fahrern im Großraum London angeboten, die ihre Fahrdienste über die App anbieten. Die im englischen Sunderland gebauten Elektroautos verfügen über eine 40 kWh große Hochvoltbatterie, die Reichweiten von bis zu 270 Kilometer ermöglicht. Mit dieser Vereinbarung arbeitet Uber auf die Vision hin, nach der jeder der rund 45.000 Uber-Fahrer in der britischen Hauptstadt ab 2025 vollständig elektrisch unterwegs sein soll.

Der bereits im Januar 2019 gestartete Clean Air Plan ist eine Reaktion auf die innerstädtische Luftverschmutzung: Für sauberere Luft erhebt Uber in London eine Gebühr von 15 Pence pro Meile (rund 18 Cent für 1,6 Kilometer). Mit diesen Einnahmen fördert Uber den Umstieg seiner Fahrer auf Elektrofahrzeuge. Im ersten Jahr hat das Unternehmen bereits mehr als 80 Millionen Pfund (knapp 95 Millionen Euro) an die Fahrer ausgeschüttet, in den nächsten Jahren wird mit einem Anstieg auf mehr als 200 Millionen Pfund (237,4 Millionen Euro) gerechnet. Je nach Fahrleistung sparen die Fahrer durch den Umstieg auf ein Elektroauto 4.500 Pfund (5.340 Euro). Sobald sich ein Fahrer für einen vollwertigen Stromer entschieden hat, wird die „Clean Air“-Gebühr zur Deckung der laufenden Fahrzeugkosten verwendet. Im ersten Jahr nach Einführung wurden bereits 900.000 Uber-Fahrten vollelektrisch absolviert, was einem Anstieg von über 350 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mehr als 500 Fahrer pro Woche nutzen inzwischen emissionsfreie Elektrofahrzeuge.

„Durch Innovation und Zusammenarbeit können Unternehmen wie Nissan und Uber die Herausforderungen der städtischen Mobilität angehen und gleichzeitig die Luftqualität verbessern. Als Großbritanniens meistverkauftes Elektroauto ist der Nissan LEAF das perfekte Fahrzeug, um das Ziel von Uber zu unterstützen, bis 2025 eine vollelektrische Flotte in London zu haben“, erklärt Andrew Humberstone, Geschäftsführer der Nissan Motor (GB) Ltd. „Während die Passagiere die leisere Fahrt genießen profitieren auch Radfahrer, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer vom emissionsfreien Antrieb.“

Jamie Heywood, Regional General Manager für Nord- und Osteuropa von Uber, ergänzt: „Unsere kühne Vision für London ist, dass jeder Uber-Fahrer bis 2025 ein rein elektrisches Fahrzeug nutzt. Die Partnerschaft mit Nissan ist ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. Der Bürgermeister von London nimmt eine Führungsrolle bei der Verbesserung der Luftqualität ein und wir freuen uns, ihn bei der Verwirklichung seines Vorhabens zu unterstützen.“ Die Stadtverwaltung hat im letzten Jahr mehr als 1.000 Ladepunkte für Elektroautos installiert. Klassische Tankstellen sind dagegen Mangelware: Im Londoner Zentrum gibt es nur halb so viele Stationen pro Auto wie in den gesamten schottischen Highlands. Mit der neuen Vereinbarung weitet Nissan die Zusammenarbeit mit Uber aus: Schon 2016 lieferte der japanische Automobilhersteller insgesamt 20 LEAF an den Fahrdienstvermittler als Teil eines umfangreichen Elektroauto-Tests in London. Der gemeinsam mit dem Energy Savings Trust (EST) durchgeführte Pilotversuch untersuchte den Einsatz von E-Fahrzeugen in den Flotten.

Foto: Nissan

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Ein Gedanke zu „Nissan und Uber starten Pilotprojekt in London

  • 28/01/2020 um 9:57
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    Das ist mal wieder typisch. Die deutsche Politik in tiefem Winterschlaf, gehen die Investitionen halt woanders hin.

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