BMW M3 beim GP Ice Race am Start

Es war eines der Highlights – des letzten Jahres, des letzten Winters allemal. Am Wochenende des 1. und 2. Februar 2020 ist es wieder soweit: Das GP Ice Race 2020 in Zell am See geht wieder los. Zum zweiten Mal gehen Rennsport-Klassiker unterschiedlicher Marken auf dem Eiskurs an den Start. Erstmals beteiligt sich auch BMW an dem frostigen Spektakel. Aus München rollen unter anderem ein BMW M3 der ersten Generation, der zweimal die Berg-Europameisterschaft für Tourenwagen gewann, bevor er zu einem Rallyefahrzeug umgebaut wurde, und ein MINI ALL4 Racing, das Siegerfahrzeug der Rallye Dakar 2012, an. Außerdem geht ein klassischer Mini Cooper S auf die Piste.

Mit dem GP Ice Race wird an legendäre Rennveranstaltungen erinnert, die zwischen 1937 und 1974 jeweils in der Wintersaison auf dem zugefrorenen See der Gemeinde stattfanden und zahlreiche Besucher anlockten. Die Neuauflage findet auf einer Natureisbahn am alten Flughafen statt, wo neben Klassikern und Youngtimern auch aktuelle Rennfahrzeuge und zahlreiche prominente Fahrer zum Kräftemessen vor winterlicher Bergkulisse antreten. Zum Veranstaltungsprogramm gehört dabei auch das Skijöring, mit dem an die Ursprünge der Eisrennen in Zell am See angeknüpft wird. Skifahrer ließen sich dort einst von Pferden und später auch von Motorrädern und Autos über die Eispiste ziehen.

Fotos vom BMW M1:

BMW schickt zwei historische Rennfahrzeuge aufs Eis, die ihre größten Erfolge einst auf gänzlich anderem Terrain errangen. Für das GP Ice Race 2020 wurde ein BMW M3 der ersten Generation gemeldet, mit dem der Franzose Francis Dosières 1988 und 1989 jeweils die Berg-Europameisterschaft für Tourenwagen gewinnen konnte. Im Jahr darauf wurde der BMW M3 zu einem Rallyefahrzeug umgebaut. Dosières‘ Landsmann Patrick Artru war mit ihm noch mehrere Jahre lang erfolgreich in der französischen Rallyemeisterschaft aktiv. Bewegt wird der BMW M3 vom gebürtigen Salzburger DTM Fahrer Philipp Eng. Sand und Geröll waren dagegen einst die Domäne des MINI ALL4 Racing. Im Jahr 2012 gewannen die beiden Franzosen Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret mit ihm die Rallye Dakar. Es war der erste Dakar-Erfolg für MINI. Acht Jahre später testet Christian Menzel, ob der MINI ALL4 Racing nicht nur in der Wüste, sondern auch auf Eis mit unaufhaltsamen Vorwärtsdrang glänzen kann. Menzel ist ein erfahrener Langstrecken-Rennfahrer. 1998 war er Mitglied des Fahrer-Quartetts, das im BMW 320d das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann.

Zu seinem zweiten Einsatz in den Alpen innerhalb weniger Wochen kommt die Replika des Mini Cooper S in der Rallye-Version. In den Jahren 1964, 1965 und 1967 siegte der Mini Cooper S bei der Rallye Monte Carlo. Darüber hinaus hat BMW noch zwei klassische Rennfahrzeuge, die einst bei den 24 Stunden von Le Mans, eingesetzt wurden, im Gepäck. Der BMW M1, der im Jahr 1981 bei dem französischen Langstrecken-Klassiker antrat. Der Grafikkünstler Walter Maurer hatte den Mittelmotor-Sportwagen mit handgemalten Abbildungen traditionsreicher Münchner Gaststätten und Sehenswürdigkeiten verziert. Das „Wirtshausauto“ wird gemeinsam mit dem Le-Mans-Sieger des Jahres 1999 gezeigt: dem BMW V12 LMR. Mit diesem offenen Sportwagen gelang BMW erstmals mit einem Werkswagen der Gesamtsieg beim legendärsten Langstreckenrennen der Welt.

Fotos: BMW

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