Mercedes-Benz VISION AVTR: Avatar lässt grüßen

Mercedes hat auf der Consumer Electronics Show 2020 mit dem Mercedes-Benz VISION AVTR einen Ausblick auf die Zukunft gegeben. Zumindest, was man in Stuttgart in der Zukunft sieht. Das Konzeptfahrzeug soll Mensch, Maschine und Natur verbinden. Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands Daimler AG und Mercedes-Benz AG, präsentierte zusammen mit Oscar-Gewinner und Avatar-Regisseur James Cameron in seiner Keynote vor etwa 2.000 Zuschauern im Park Theater von Metro-Goldwyn-Mayer das Konzeptfahrzeug. Entwickelt wurde es in Partnerschaft mit den Machern von einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten – Avatar.

Ola Källenius in seiner Keynote “Sustainable Modern Luxury and the Next Chapter“:

„Mercedes-Benz war schon immer eine Technologie- und Luxusmarke. Mehr denn je geht es jetzt darum, Luxus und Nachhaltigkeit noch näher zusammenzubringen. Denn für Mercedes stehen die beiden in keinem Widerspruch.(…)Die Menschen lieben die individuelle Freiheit, jederzeit dorthin zu reisen, wo sie gerade wollen. Deshalb ist unsere Perspektive eindeutig: wir respektieren die Grenzen unseres Planeten – aber wir wollen individueller Mobilität keine neuen Grenzen setzen.(…)Unser Weg ist die Entkopplung. Und unter Entkopplung verstehen wir die Trennung von Volumenwachstum und Ressourcenverbrauch. Erreichen wollen wir diese Ziele mit Hilfe von nachhaltiger Innovation und Technologie.“

Jon Landau, ausgezeichnet mit dem Academy Award, Producer der AVATAR Filme, über das VISION AVTR während seines Gesprächs auf der Bühne:

„Es ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern wird auch eine engere Verbindung mit dem Fahrer und der Umgebung um sie herum schaffen. Das wird hoffentlich zu einem besseren Verständnis unserer Verantwortung gegenüber der Welt führen, in der wir leben.“

Fotos vom Mercedes-Benz VISION AVTR:

Organische Batterietechnologie aus recycelbaren Materialien: Das Konzeptfahrzeug VISION AVTR setzt eine revolutionäre Batterietechnologie ein, die mit graphenbasierter organischer Zellchemie entwickelt wurde und völlig frei von seltenen Erden und Metallen ist. Die Materialien der Batterie sind kompostierbar und damit vollständig recycelbar. Auf diese Weise wird die Elektromobilität unabhängig von fossilen Ressourcen. Damit geht Mercedes einen Schritt weiter in Richtung einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft, der „Circular Economy“ im Rohstoffbereich. Das Konzept des VISION AVTR vereint das Design von Interieur, Exterieur sowie Bedienung. An die Natur soll man beim Anblick denken. Verdeutlicht wird dies durch das gestreckte, sportliche „One-Bow“-Design mit enorm ausgeprägten Radhäusern. 33 multidirektional bewegliche Klappen – die „bionic flaps“ – auf dem Fahrzeugrücken sollen eine Interaktion des VISION AVTR mit seiner Umgebung ermöglichen. Zu welchem Zweck, bleibt zunächst noch ein Geheimnis.

Neues Bedienkonzept

Digitale Neuronen, die ausgelöst von den Passagieren bei der Verbindung mit dem Fahrzeug aus dem Interieur in die Außenhaut des Konzeptfahrzeugs fließen, ermöglichen eine neuartige Kommunikation mit der Umwelt. Der Innenraum des VISION AVTR wird zum immersiven Erlebnisraum und vermittelt eine völlig neue User-Experience. Über eine auf die Handfläche projizierte Menüauswahl kann der Passagier intuitiv zwischen unterschiedlichen Funktionalitäten wählen. So kann der Fahrer beispielsweise die fiktionale Welt „Pandora“ aus den AVATAR Filmen aus unterschiedlichen Perspektiven erkunden.

Ein weiteres Highlight des VISION AVTR ist seine Control Unit. Das multifunktionale Bedienelement in der Mittelkonsole lässt den Fahrer das Fahrzeug durch einfaches Auflegen der Hand intuitiv steuern – sofern er nicht autonom reisen möchte. Der neuartige Antrieb ermöglicht in Kombination mit der Achsenanordnung nicht nur Bewegung nach vorne und hinten, sondern auch diagonal. So kann sich das VISION AVTR im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrzeugen um ca. 30 Grad seitwärts fortbewegen. Der sogenannte „Krebsgang“ gibt dem Konzeptfahrzeug auch in seiner Fortbewegung eine reptilienartige Anmutung und eine hohe Agilität.

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