Subaru Forester 2.0ie: Das etwas andere SUV

Der Subaru Forester ist ein überaus interessantes Kfz. Nicht wegen seiner Motorleistung oder den Beschleunigungswerten, auch nicht wegen seinem atemberaubend schönem Design. Er fasziniert eher als Kuriosum: Biederes Äußeres, solide, spannende Technik und das eingebaute Alleinstellungsmerkmal: Dass nicht noch fünf Nachbarn dasselbe Auto wie man selbst fahren. Wir haben genauer hingeschaut. Denn in der fünften Modellgeneration fährt der Forester erstmals mit dem e-Boxer-Motor vor. Das Mildhybrid-System soll die Fahreigenschaften verbessern und den Verbrauch und die CO2-Emissionen um rund zehn Prozent gegenüber vergleichbar motorisierten Modellen senken. Bestellbar ist der Subaru Forester 2.0ie ab sofort zu Preisen ab 34.990 Euro, zum Jahreswechsel rollen die ersten Fahrzeuge in Deutschland auf die Straße.

Tradition trifft Moderne

Der Forester ist der Klassiker im Subaru-Modellprogramm. Seit mehr als 20 Jahren steht der SUV-Pionier für robuste Geländeeigenschaften und hohen Fahrkomfort. Die über Jahrzehnte gepflegte Markenkompetenz in der Entwicklung von Autos mit permanentem Allradantrieb und Boxermotoren spiegelt sich auch in der aktuellen Auflage wider, profitiert dabei aber gleich von zwei Neuheiten: der Subaru Global Platform, die Fahrdynamik und Sicherheit auf ein neues Niveau hebt, und dem e-Boxer. Das kompakte und effiziente Mildhybrid-System verbessert Fahrspaß und Antriebskomfort und verringert gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen. Ein 12,3 kW / 16,7 PS starker Elektromotor unterstützt den optimierten (zu 80 Prozent aus neuen Komponenten bestehenden) Boxerbenziner, der aus zwei Litern Hubraum 110 kW / 150 PS und 194 Nm Drehmoment holt. Der Durchschnittsverbrauch sinkt dadurch um 0,7 Liter auf 6,7 Liter/100km, die CO2-Emissionen auf 154 g/km. Gegenüber dem vorherigen Modell hat sich der CO2-Ausstoß um 14 g/km reduziert.

Fotos vom Subaru Forester 2.0ie SK:

Auf (wirklich) kurzen Strecken bis maximal 1,6 Kilometer Länge und bei maximal 40 km/h kann der Elektromotor das Fahrzeug sogar alleine und damit lokal emissionsfrei antreiben. Seine Energie zieht das E-Aggregat aus einer Lithium-Ionen-Batterie, die mithilfe von rekuperierter Bremsenergie und überschüssigem Drehmoment gespeist wird – zuhause Verlängerungskabel geholt und zack den Stecker rein funktioniert nicht. Während der Elektromotor in das Gehäuse deS stufenlosen Getriebes integriert wurde, befinden sich die übrigen Hybridkomponenten unter dem Kofferraumboden. Diese Anordnung bewahrt die typische Symmetrie des Subaru-Antriebsstrangs und sorgt zudem dafür, dass das Platzangebot im Innenraum nicht beeinträchtigt wird. Darüber hinaus sind ganze drei zusätzliche Zentimeter Radstand hinzugekommen, die ebenfalls dem Sitzkomfort auf den Vorder- und Rücksitzen zu Gute kommen. Auch Schulter- und Ellbogenfreiheit haben zugelegt. Das Kofferraumvolumen liegt bei 509 Liter (mit Reifenreparatur-Set).

Komfort und Sicherheit

Die neuen Proportionen – der neue Forester ist zwar länger und breiter, aber auch flacher als sein Vorgänger – prägen das Erscheinungsbild der neuen Modellgeneration: Der Subaru präsentiert sich eleganter und dynamischer. Innen kommt der Forester klassisch robust daher, allerdings mit einem spürbar angehobenen Qualitätsniveau. Durch das neu entwickelte Infotainmentsystem mit Acht-Zoll-Bildschirm und Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay und Android Auto sind die Insassen bestens vernetzt. Sie profitieren zudem von verbesserter Sicherheit: Der neue Forester basiert als drittes Subaru-Modell auf der neuen Subaru Global Platform, die ein Höchstmaß an Insassenschutz und Fahrstabilität garantieren soll. Der erhöhte Anteil hochfester Stähle verbessert die Steifigkeit in Karosserie und Chassis um bis zu 100 Prozent und die Energieaufnahme bei einer Kollision um 40 Prozent. Ein verstärkter Sicherheitskäfig schützt die Hochvolt-Komponenten des e-Boxer Antriebs wie Batterie, Gleichspannungswandler und Inverter. Modifikationen an der Radaufhängung reduzieren Vibrationen in der Lenkung und in den Sitzen und steigern damit den Komfort.

Auch in Sachen Sicherheit hat sich der Forester weiterentwickelt und verfügt beispielsweise über eine Fahrerüberwachung, die Anzeichen für Ablenkung und Müdigkeit erkennt, sowie ein zusätzliches Notbremssystem, das vor Kollisionen beim Rückwärtsfahren schützt. Das Allradmanagement-System X-Mode, das durch die Steuerung von Motormanagement, Getriebe und Allradantrieb die Traktion auf rutschigen Oberflächen und steilen Anstiegen verbessert, ist in einer optimierten Version mit zwei Fahrmodi für verschiedene Untergründe an Bord.

Fotos: Subaru

4.3 107 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x