Porsche Taycan 4S und Porsche Macan Turbo: Premiere des „kleinen“ Bruders auf der Los Angeles Autoshow

Am 20. November 2019 feierte der Porsche Taycan auf der Los Angeles Autoshow seine US-Premiere. Der rein elektrische Viertürer soll den Spagat zwischen Porsche-Performance und Alltagstauglichkeit schaffen. Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Porsche steht der neue Taycan 4S. Der nächste im Bunde – bisher bestand die Modellpalette aus Taycan Turbo und Taycan Turbo S. Der Taycan 4S ist mit zwei Batteriegrößen erhältlich: Mit der Performance-Batterie erreicht er bis zu 390 kW / 530 PS, die etwas stärkere Performance-Batterie Plus gibt bis zu 420 kW / 571 PS im Overboost ab.

Fotos vom Porsche Taycan 4S:

„Vor einem Jahr haben wir in Los Angeles die neue Generation des 911 vorgestellt“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. „Nun legen wir mit dem Taycan nach – dem ersten vollelektrischen Sportwagen von Porsche. Kalifornien ist seit Jahrzehnten eine Art zweite Heimat für Porsche. Der Elfer hat dort seine weltweit größte Fangemeinde. Mit dem Taycan verbinden wir unsere Tradition mit der Zukunft und schreiben die Porsche Erfolgsgeschichte fort.“

Neben dem Taycan betritt auch der neue Porsche Macan Turbo auf der L.A. Autoshow erstmals US-amerikanischen Boden. Mit 324 kW (440 PS; Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,8 l/100 km; CO2-Emission 224 g/km) übernimmt er den Spitzenplatz unter den Sportwagen im kompakten SUV-Format. Parallel zum ersten Start von Porsche in der Formel E am 22. und 23. November 2019 ist auf der L.A. Autoshow mit dem 99X Electric zudem der erste vollelektrische Rennwagen der Marke zu sehen.

Porsche Taycan 4S: dritte Version des Elektro-Sportwagens

Nach Taycan Turbo S und Taycan Turbo bildet der Taycan 4S den neuen Einstieg in die E-Modellpalette. Serienmäßig ist eine einstöckige Performance-Batterie mit einer Brutto-Kapazität von 79,2 kWh verbaut. Auf Wunsch ist die von Taycan Turbo S und Taycan Turbo bekannte, zweistöckige Performance-Batterie Plus erhältlich. Deren Brutto-Kapazität beträgt 93,4 kWh.

Entsprechend variieren Leistung und Reichweite: Mit der Performance-Batterie kommt der Taycan 4S auf bis zu 390 kW (530 PS) Overboost-Leistung. Mit der Performance-Batterie Plus ausgestattet, leistet er bis zu 420 kW (571 PS). Der Taycan 4S beschleunigt in beiden Varianten in 4,0 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ebenfalls einheitlichen 250 km/h. Die Reichweite beträgt bis zu 407 Kilometer mit Performance-Batterie und bis zu 463 Kilometer mit Performance-Batterie Plus (jeweils nach WLTP). Die maximale Ladeleistung (Peak) liegt bei 225 kW (Performance-Batterie) beziehungsweise 270 kW (Performance-Batterie Plus).

Atemberaubende Beschleunigungswerte, sportwagentypisches Durchzugsvermögen und souveräne, dauerhaft verfügbare Leistung – diese Stärken des Taycan besitzt auch der neue 4S. Die permanent erregte Synchronmaschine an der Hinterachse baut mit einer aktiven Länge von 130 Millimetern exakt 80 Millimeter kürzer als die entsprechende Antriebskomponente von Taycan Turbo S und Taycan Turbo. Mit zwei permanent erregten Synchronmaschinen an Vorder- und Hinterachse, also Allradantrieb, sowie einem Zweigang-Getriebe an der Hinterachse verfügt der 4S bei der Antriebsarchitektur über die wesentlichen technischen Highlights seiner Modellbrüder. Gleiches gilt auch für das intelligente Lademanagement sowie die vorbildliche Aerodynamik. Mit einem cw-Wert ab 0,22 liefert sie einen entscheidenden Beitrag zu einem geringen Energieverbrauch und damit zu einer hohen Reichweite.

Fotos vom Porsche Macan Turbo:

Mit seinem klaren, puristischen Design signalisiert der Taycan den Beginn eines neuen Zeitalters. Zugleich trägt er unverkennbar die Porsche-Design-DNA. Von vorne wirkt er besonders breit und flach, mit stark gewölbten Kotflügeln. Die Silhouette wird bestimmt von der sportlichen, nach hinten abfallenden Dachlinie. Charakteristisch ist ebenso die Seitenpartie mit der starken, skulpturhaften Form. Die schlanke Kabine, die eingezogene D-Säule und die ausgeprägten Schultern der Kotflügel führen zu einer starken, markentypischen Betonung des Hecks. Hinzu kommen innovative Elemente wie der Porsche-Schriftzug in Glasoptik, der in das Leuchtenband am Heck integriert ist. Klar strukturiert und mit einer gänzlich neuen Architektur markiert auch das Cockpit den Start in eine neue Ära. Das frei stehende und gebogene Kombiinstrument bildet den höchsten Punkt auf der Instrumententafel. Ein zentrales, 10,9 Zoll großes Infotainment-Display und ein weiteres, optionales Display für den Beifahrer sind formschlüssig zu einem Glasband in Black-Panel-Optik zusammengefasst.

Porsche verwendet für das Fahrwerk des Taycan ein zentral vernetztes Steuersystem. Die integrierte Fahrwerkregelung Porsche 4D-Chassis Control analysiert und synchronisiert alle Fahrwerksysteme in Echtzeit. Beim Taycan 4S ist eine adaptive Luftfederung mit Dreikammer-Technologie inklusive elektronischer Dämpferregelung PASM (Porsche Active Suspension Management) serienmäßig an Bord. An der Vorderachse verzögert eine Sechskolben-Festsattelbremse mit innenbelüfteten Grauguss-Bremsscheiben. Ihr Durchmesser beträgt 360 beziehungsweise 358 Millimeter (Vorder-/Hinterachse). An der Hinterachse kommen Vierkolben-Sättel zum Einsatz. Die Bremssättel sind rot lackiert.

Porsche Macan Turbo: Mehr Bums im Karton

Der neue Macan Turbo übernimmt ab sofort den Spitzenplatz der kompakten SUV-Modellreihe von Porsche. Der neue 2,9-Liter-Sechszylinder-Biturbomotor des umfangreich überarbeiteten Topmodells bietet mit 324 kW (440 PS) im Vergleich zum Vorgänger zehn Prozent mehr Leistung aus 20 Prozent weniger Hubraum. Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h gelingt mit optionalem Sport Chrono-Paket in 4,3 Sekunden und somit drei Zehntel schneller als bisher. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 270 km/h (plus vier km/h). Highlight des ebenfalls optimierten Fahrwerks ist die serienmäßige Hochleistungsbremse Porsche Surface Coated Brake (PSCB). Dank einer dünnen Wolframcarbid-Beschichtung entwickelt sie bis zu 90 Prozent weniger Bremsstaub als eine vergleichbare Grauguss-Bremse.

Äußerlich prägen den Macan Turbo die Design-Merkmale der überarbeiteten Modellgeneration. Das neue Topmodell differenziert sich darüber hinaus durch eigenständige Akzente wie das turbospezifische Bugteil und den feststehenden Dachspoiler im Doppelflügeldesign. Fahrer und Passagiere profitieren vom aufgewerteten Interieur des Macan, unter anderem mit adaptiven 18-Wege-Sportsitzen und BOSE® Surround Sound-System.

Fotos: Porsche

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