Alle Daten zum neuen Audi RS7 Sportback

Mit der zweiten Generation des Audi RS7 brachte die Audi Sport-Abteilung eine weitere Limousine mit coupéhaftem Gran-Turismo-Design auf die Straße. Das viertürige HighPerformance-Modell bietet ein komplett eigenständiges Design und einen V8-Biturbo mit gesteigerter Leistung und neuer Effizienz dank des Mild-Hybrid-Systems. Als Fünfsitzer bringt auch die zweite Generation des RS7 Sportback zudem bei Bedarf die ganze Familie unter.

Exterieur

Der neue Audi RS 7 Sportback steht satt auf der Straße. Die weit ausgestellten Radhäuser betonen die eindrucksvolle Sportlichkeit des High-Performance-Modells. Dabei ist die auffällige Breite keine optische Täuschung – mit 1.950 Millimetern an den vorderen Kotflügeln zeigt das Maßband rund 20 Millimeter pro Seite mehr als beim Audi A7 Sportback. Mit der Karosserie des Grundmodells teilt sich der neue RS 7 Sportback zwar die coupéhafte Silhouette, aber lediglich vier gleiche Teile: Haube, Dach, Vordertüren und Heckdeckel. Das RS-spezifische Exterieurdesign verleiht dem 5.009 Millimeter langen Gran Turismo einen durchweg eigenständigen Charakter. Die Front des neuen RS 7 Sportback zeigt einen, im Vergleich zum A7 Sportback, flacheren und breiteren Singleframe. Das Kühlerschutzgitter mit einer RS-spezifischen dreidimensionalen Wabenstruktur ist in Schwarz glänzend gehalten. Inspiriert vom Supersportwagen Audi R8 unterstreichen markante Lufteinlässe an der Front mit vertikal stehende Wings in Schwarz glänzend den kräftigen Auftritt. Ein horizontales Blade, ebenfalls in Schwarz glänzend, bildet nach unten hin einen klaren Abschluss der Frontpartie.

Wie austrainierte Muskeln gewölbte Flächen und scharf gespannte Linien prägen die Seitenansicht des neuen Audi RS 7 Sportback. Eine tief angesetzte Schulterlinie verlagert den optischen Schwerpunkt nach unten und die zum Heck ansteigende Fensterlinie vermittelt Dynamik bereits im Stand. Die RS-spezifischen Schweller mit schwarzen Einlegern verstärken optisch den ausgeprägten Vorwärtsdrang des High-PerformanceSportback.

Fotos vom Audi RS7 Sportback C8:

Die Heckpartie mit der geschwungenen Abrisskante und das Lichtband, die die Heckleuchten miteinander verbinden, zählen zu den charakteristischen Erkennungsmerkmalen des RS 7 Sportback. Bei Tempo 100 km/h fährt ein Spoiler aus der Heckklappe aus. Die RS-Abgasanlage mit jeweils einem groß dimensionierten chromfarbenen ovalen Endrohr auf beiden Seiten endet in einem RS-spezifischen Stoßfänger mit Heckdiffusor in Schwarz glänzend. Der neue RS 7 Sportback kann durch den Kunden individuell ausgestattet werden: eine hohe Varianz und vielfältige Ausstattungsmöglichkeiten bieten dabei einen größtmöglichen Gestaltungsspielraum. Das Farbprogramm für den RS 7 umfasst dreizehn Außenlackierungen, darunter die beiden RS-spezifischen Farbtöne Nardograu und Sebringschwarz Kristalleffekt. Exklusiv für die Modelle RS 6 und RS 7 stehen zudem fünf Matteffektlackierungen zur Wahl. Standardmäßig sind die Außenspiegelgehäuse des RS 7 Schwarz glänzend, optional gibt es sie auch in Wagenfarbe oder Aluminium matt. Flaps, Blade, Schweller-Einleger und die Heckdiffusor-Spange werden durch die Wahl eines der drei Optikpakete in Aluminium matt, Schwarz glänzend oder Carbon ausgeführt. Auf Wunsch sind die Audi-Ringe und die RS-Schriftzüge vorne und hinten für das Optikpaket Schwarz und Carbon ebenfalls in Schwarz glänzend verfügbar. Für mehr Understatement können die Audi-Ringe und RS-Badges auf Wunsch auch komplett entfallen. Das vielfältige Programm von Audi exclusive bietet weitere Individualisierungsmöglichkeiten.

Lichtdesign

Der neue RS 7 Sportback fährt serienmäßig mit LED-Scheinwerfern vom Band. Die Tagfahrlichtsignatur besteht aus zwölf Leuchtsegmenten, die durch schmale Zwischenräume getrennt, aufrecht nebeneinanderstehen – eine Assoziation an die 1 und 0 der digitalen Welt. In der unteren Zone befinden sich das Abbiegelicht und das zweizeilige Matrix-Fernlicht, das aus 32 einzeln regelbaren LEDs besteht. Sie leuchten die Straße dynamisch und präzise aus und blenden andere Verkehrsteilnehmer aus dem Lichtkegel aus. Zudem übernehmen sie die Funktion des Kurvenlichts. Die abgedunkelten RS-spezifischen HD-Matrix LED-Scheinwerfern mit Audi Laserlicht und die LEDHeckleuchten verfügen über ein dynamisches Blinklicht und werden beim Ent- und Verriegeln RS-spezifisch inszeniert.

Das Audi Laserlicht, erkennbar am blauem Marker im Reflektor, verdoppelt die Reichweite des Fernlichts. In jedem Scheinwerfer generiert ein kleines Laser-Modul einen Lichtkegel, der als Spot mehrere hundert Meter weit leuchtet. Der monochromatische und kohärente blaue Laserstrahl hat eine Wellenlänge von 450 Nanometer. Ein Phosphorkonverter wandelt ihn in verkehrstaugliches, weißes Licht mit 5.500 Kelvin Farbtemperatur um – ideale Bedingungen für das menschliche Auge: Der Fahrer kann Kontraste besser erkennen und ermüdet weniger schnell. Damit bietet ihm der Laser-Spot, der ab einer Geschwindigkeit von 70 km/h aktiv wird, ein großes Plus an Sicht und Sicherheit. Wenn die Kamera an der Windschutzscheibe andere Fahrzeuge in seiner Reichweite erkennt, blendet der Laser-Spot automatisch ab. Die Heckleuchten des großen Gran Turismo wirken ebenfalls digital. Pro Einheit setzen sie sich sich aus 13 vertikalen Segmenten zusammen, die sich mit dem ebenfalls segmentierten Bremslicht abwechseln. Das LED-Lichtband, eine Hommage an den Sport quattro, verbindet die Leuchteinheiten miteinander. Das Nebelschlusslicht ist in der Mitte platziert – wie bei einem Rennwagen.

Der V8-Biturbo: ein echter RS-Motor

Der 4.0 TFSI im Audi RS 7 Sportback leistet 441 kW / 600 PS und liefert im breiten Drehzahlband von 2.050 bis 4.500 1/min konstant 800 Nm Drehmoment. In nur 3,6 Sekunden sprintet der Hochleistungs-Sportback von Null auf 100 km/h. In nur 12 Sekunden weiter auf 200 km/h. Der Vortrieb wird bei 250 km/h elektronisch begrenzt. Mit optionalem Dynamikpaket steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h beziehungsweise mit Dynamikpaket plus sogar bis auf 305 km/h. Das V8-Biturbo-Aggregat weist einen klassischen Bankwinkel von 90 Grad und einen Hubraum von 3.996 cm3 auf (Bohrung x Hub 86,0 x 86,0 Millimeter). Sein Kurbelgehäuse ist aus Aluminium gegossen und wiegt lediglich 39,1 Kilogramm. Die Zylinderlaufbahnen wurden mithilfe des atmosphärischen Plasmaspritzen-Verfahrens bearbeitet. Bei diesem Verfahren wird eine extrem dünne Eisenbeschichtung auf die Zylinderlaufbahnen aufgetragen. Diese beschichteten Zylinderlaufbahnen weisen eine verbesserte Wärmeabfuhr, eine hohe thermische und mechanische Belastbarkeit sowie eine höhere Verschleißfestigkeit auf. Außerdem reduziert sie signifikant die innere Reibung und den Ölverbrauch. Ein zentral im Innen-V angeordnetes elektronisches Schaltventil regelt zudem bedarfsgerecht die für die Kolbenkühlung relevanten kennfeldgesteuerten Kolbenspritzdüsen.

Eine vollvariabel arbeitende Pumpe treibt den Ölkreislauf an. Dieser ist in zwei separate Ölgalerien aufgeteilt – eine für den Motorblock und eine für die Zylinderköpfe. Dieses Layout garantiert eine sichere Ölversorgung auch bei den extremen Quer- und Längsbeschleunigungen, die der Audi RS 7 Sportback erreichen kann. Die schaltbare Wasserpumpe kommt erst bei 80 Grad Celsius hinzu, damit sich das stehende Kühlmittel rasch erwärmt. Die Ketten des Ventiltriebs erhalten ihren Antrieb über eine zahnradangetriebene Zwischenwelle. Diese treibt auch die Wasserpumpe an. Um die Zylinder stets passend zu füllen, lassen sich Ein- und Auslassnockenwellen variabel um je 50 Grad verstellen. Jede Zylinderbank treibt eine Kraftstoffhochdruckpumpe, die bis zu 250 bar Druck aufbaut. Die zentral im Brennraum platzierten Injektoren spritzen den Kraftstoff aus sieben Löchern, wobei sie für unterschiedliche Anforderungen – vom Kaltstart bis zur Volllast – spezielle Einspritzstrategien verfolgen. Die Zündfolge ist identisch dem Vorgänger-Aggregat 1-3-7-2-6-5-4-8.

Druckvoll: die beiden Twinscroll-Turbolader Das immense Drehmoment, das der 4.0 TFSI bereits bei niedrigen Drehzahlen aufbaut sowie das Plus an 29 kW (40 PS) Leistung, ist allen voran den beiden Twin-ScrollTurboladern zu verdanken. Neben einem erhöhten Ladedruck wurde der Durchmesser des Verdichterrads im Turbolader um drei Millimeter vergrößert. Jeder Turbo versorgt mit bis zu 1,4 bar (relativ) Ladedruck eine Zylinderbank. Das sind 0,2 bar mehr als im VorgängerModell. Durch den höheren Ladedruck wird der Füllungsgrad der Zylinder verbessert, so dass mehr Luft für die Verbrennung von Kraftstoff zur Verfügung steht. Die Folge: eine höhere Motorleistung sowie eine gesteigerte Effizienz. In den Zylinderköpfen liegt die Ansaugseite außen und die Abgasseite innen. Die größer dimensionierten Turbos und ihr optimierter Luft-Wasser-Ladeluftkühler sind im 90-Grad-Innen-V der Zylinderbänke untergebracht statt, wie sonst üblich, außen neben dem Kurbelgehäuse. Dieses Layout ermöglicht kurze Gaslaufwege mit minimalen Strömungsverlusten und ein spontanes Ansprechverhalten. Eine aufwändige Isolierung der heißen Bauteile sorgt dabei für thermisch stabile Verhältnisse im Innen-V. Das Verdichtungsverhältnis entspricht 10,1:1.

Effiziente Systeme: Mild-Hybrid und cylinder on demand (COD) Dank des Mildhybrid-Systems (MHEV) mit 48 Volt-Hauptbordnetz kombiniert der 4.0 TFSI starke Performance mit hoher Effizienz. Der Riemen-Starter-Generator kann beim Verzögern bis zu 12 kW Leistung zurückgewinnen, die als elektrische Energie in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert werden. Geht der Fahrer im Geschwindigkeitsbereich zwischen 55 und 160 km/h vom Gas, wählt das Antriebsmanagement eine von zwei Optionen: Je nach Fahrsituation und Einstellung im Audi drive select rekuperiert der RS 7 Sportback oder segelt mit ausgeschaltetem Motor. Beim Tritt aufs Gaspedal startet der Riemen-Starter-Generator den Motor wieder. Die MHEV-Technologie erlaubt den Start-Stopp-Betrieb bereits ab 22 km/h Restgeschwindigkeit. Somit lassen sich im Alltagsbetrieb bis zu 0,8 Liter pro 100 Kilometer Kraftstoff einsparen.

Als weiterer Effizienz-Baustein ist das System cylinder on demand (COD) an Bord. Bei geringer bis mittlerer Last und Drehzahl deaktiviert es in den oberen Gängen die Zylinder 2, 3, 5 und 8, in dem es Einspritzung und Zündung abschaltet und die Ein- und Auslassventile schließt. Im Vierzylinderbetrieb verlagern sich in den aktiven Zylindern die Betriebspunkte zu höheren Lasten in Kennfeldbereiche mit höherem Wirkungsgrad, während die deaktivierten Zylinder wie Gasfedern weitestgehend verlustfrei mitlaufen. Beim Tritt auf das Gaspedal werden sie sofort wieder zugeschaltet. Der Umschaltvorgang dauert jeweils nur Millisekunden und ist für Fahrer und Mitfahrer praktisch nicht wahrnehmbar. Der Vierliter-Motor im neuen Audi RS 7 Sportback erzeugt einen sportlich-voluminösen V8-Sound. Über das Fahrdynamiksystem Audi drive select kann der Fahrer den sonoren Klang des Triebwerks beeinflussen. Für ein noch volleres Klangbild sorgt die optionale RS-Sportabgasanlage mit schwarzen Endrohrblenden. In den individualisierbaren Modi RS1 und RS2 entscheidet der Kunde selbst, ob der Sound sportlich oder ausgewogen sein soll.

Die Kraftübertragung

Die Kräfte des 4.0 TFSI gelangen über die serienmäßige Achtstufen-tiptronic mit optimierten Schaltzeiten und einer neuen Launch Control-Funktion an den permanenten Allradantrieb quattro. Die Antriebskräfte werden im Verhältnis 40:60 über das rein mechanisch arbeitende Mittendifferenzial auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Tritt Schlupf auf, gelangt automatisch mehr Antriebsmoment an die Achse mit der besseren Traktion – bis zu 70 Prozent können nach vorn, bis zu 85 Prozent nach hinten fließen. Die radselektive Momentensteuerung, eine Softwarelösung die auf Untergründen aller Art aktiv ist, optimiert das agile und sichere Handling des neuen RS 7 Sportback. Durch elektronische Eingriffe bremst sie die kurveninneren Räder sanft an, bevor sie durchrutschen können. Durch die Differenz der Vortriebskräfte dreht sich das Auto in die Kurve ein und folgt dem Lenkwinkel exakt. Das Resultat: ein präzises, agiles und neutrales Fahrverhalten.

Im optionalen RS-Dynamikpaket und RS-Dynamikpaket plus kombiniert Audi die radselektive Momentensteuerung mit dem quattro Sportdifferenzial. Es verteilt die Antriebsmomente bei dynamischer Kurvenfahrt bedarfsgerecht zwischen den Hinterrädern und sorgt damit für ein Plus an Fahrdynamik, Traktion und Stabilität. Beim Sportdifferenzial ist das klassische Hinterachsgetriebe auf beiden Seiten um eine Überlagerungsstufe ergänzt. Sie besteht aus zwei Sonnenrädern und einem Hohlrad und dreht sich um zehn Prozent schneller als die Antriebswelle. Eine Lamellenkupplung, die im Ölbad läuft und von einem elektrohydraulischen Aktuator betätigt wird, stellt den Kraftschluss zwischen der Welle und der Überlagerungsstufe her. Wenn die Kupplung schließt, zwingt sie dem Rad stufenlos die höhere Drehzahl der Übersetzungsstufe auf. Der Zwang, sich schneller zu drehen, führt dazu, dass das dafür notwendige zusätzliche Moment dem gegenüberliegenden kurveninneren Rad über das Differenzial entzogen wird. Auf diese Weise kann fast das komplette Drehmoment auf ein Rad fließen.

Das Sportdifferenzial kann in allen Betriebszuständen, auch im Schubbetrieb, die Momente zwischen linkem und rechtem Hinterrad verteilen. Beim Einlenken oder Beschleunigen in der Kurve werden sie überwiegend zum kurvenäußeren Rad gelenkt – das Auto wird förmlich in die Kurve hineingedrückt und jeder Ansatz von Untersteuern eliminiert. Im Fall von Übersteuern stabilisiert das Sportdifferenzial das Fahrzeug, indem es Moment zum kurveninneren Rad verlagert. Die Ansteuerung des Sportdifferenzials erfolgt beim RS 7 Sportback aus der Elektronischen Fahrwerkplattform. Die Software des Sportdifferenzials berechnet kontinuierlich die fahrdynamisch ideale Verteilung der Momente an der Hinterachse. Dafür berücksichtigt sie unter anderem Lenkwinkel, Gierrate, Querbeschleunigung und Geschwindigkeit. Durch die Vernetzung mit Audi drive select kann der Fahrer die Arbeitsweise des Systems beeinflussen.

Das Fahrwerk

Einwirkende Längs- und Querkräfte verarbeiten die Vorder- und Hinterachse getrennt voneinander. Sie sind jeweils als Fünflenker-Konstruktion ausgeführt. Die Lenker bestehen ebenso wie die Hilfsrahmen in weiten Bereichen aus Aluminium. Die Spurweite des neuen Audi RS 7 Sportback beträgt 1.668 Millimeter vorn und 1.650 Millimeter hinten. Die serienmäßige Luftfederung RS-adaptive air suspension mit geregelter Dämpfung wurde RS-spezifisch straff abgestimmt. Dank neuer Luftfedermodul mit einer um 50 Prozent höheren Federrate fährt der RS 7 Sportback auch mit der RS-adaptive air suspension erstmals bis zu 305 km/h schnell. Das RS-Sportfahrwerk lässt sich in drei Stufen einstellen. Die Elektronische Fahrwerkplattform (EFP) dient dabei als zentrale Steuerinstanz, welche die Arbeit der Dämpfer an den Zustand der Straße, den individuellen Fahrstil und den gewählten Audi drive select-Modus anpasst. Zudem integriert die Luftfederung einen automatischen Niveauausgleich. Die Karosserie des neuen RS 7 Sportback liegt bei beiden Fahrwerken in der Normalposition im Modus „auto“, „comfort“ und „efficiency“ zehn Millimeter tiefer als bei einem A7 Sportback mit Serienfahrwerk. Die Luftfederung senkt sich ab Tempo 120 km/h in den drei oben genannten Modi um weitere 10 Millimeter. Im Modus „dynamic“ bleibt der Aufbau dauerhaft auf dieser niedrigen Trimmlage. Für schlechte Strecken bietet die RS-adaptive air suspension einen lift-mode der den RS 7 Sportback bei niedriger Geschwindigkeit um 20 Millimeter anheben kann.

Alternativ steht das performance-orientierte RS-Sportfahrwerk plus mit Dynamic Ride Control (DRC) zur Wahl. Die Dynamic Ride Control als integrierter Wank- und Nickausgleich besteht aus Stahlfedern und dreistufig einstellbaren Dämpfern, die ohne Einsatz von Elektronik den Bewegungen des Fahrzeugaufbaus ohne Zeitverzögerung entgegenwirken. Beim Einlenken und Durchfahren einer Kurve wird die Dämpferkennung so verändert, dass die Bewegungen des Fahrzeugs um die Längsachse (Wanken) und um die Querachse (Nicken) deutlich reduziert werden. Die Dämpfer sind jeweils diagonal über zwei separate Ölleitungen mit je einem Zentralventil verbunden. Die Ventile stellen durch innen liegende Kolben mit dem dahinterliegenden Gasraum das benötigte Ausgleichsvolumen zur Verfügung. Beim Anlenken und Durchfahren einer Kurve wird zwischen den kreuzweise gegenüberliegenden Dämpfern über das Zentralventil eine Ölströmung und damit eine zusätzlich Dämpfungskraft erzeugt. Die Dämpferkennlinie wird bei einseitiger Einfederung also dahingehend verändert, dass Wank-und Nickbewegungen nahezu komplett eliminiert werden. Auf diese Weise sorgt dieses reaktionsschnelle Dämpfersystem dafür, dass das High-Performance-Coupé besonders spurstabil durch Kurven fährt.

Im neuen RS 7 Sportback kommt eine neue Dämpfer-Generation zum Einsatz. Dank integriertem Schaltventil baut sie kompakter, ist leichter und reduziert noch effektiver Nick- und Wankbewegungen. Zudem ermöglicht sie eine noch größere Spreizung der Dämpfkräfte zwischen den Modi „comfort“, „auto“ und „dynamic“ sowie eine präzisere Fahrwerkabstimmung bei hohen Dämpfkräften, die bei dynamischer Kurvenfahrt auftreten. Das Ergebnis: In der Stellung „comfort“ sorgt das RS-Sportfahrwerk mit Dynamic Ride Control (DRC) für ein erstaunlich komfortables Abrollen. Im Programm „dynamic“ liefert es eine außerordentliche Fahrpräzision auch bei hohen Kurvengeschwindigkeiten. Mithilfe des Audi drive select kann der Fahrer die Kennlinien der Dämpfer beeinflussen und damit das Fahrerlebnis individualisieren. Serienmäßig arbeitet im neuen RS 7 Sportback eine sportlich-direkt übersetzte elektromechanische Progressivlenkung. Ihre speziell verzahnte Zahnstange variiert die Übersetzung abhängig vom Lenkwinkel im Bereich 12,6:1 und 15,8:1. Mit zunehmendem Einschlag wird die Übersetzung kleiner und die Lenkung direkter. Im Stadtverkehr und beim Rangieren geht die Lenkarbeit dadurch zurück, in engen Kurven fährt sich das Auto noch agiler. Hier sorgt die Progressivlenkung für ein sportliches Handling. Darüber hinaus passt sie ihre Servo-Unterstützung an die gefahrene Geschwindigkeit an. Bei geringen Geschwindigkeiten wird diese für eine leichtere Manövrierbarkeit erhöht. Über das Fahrdynamiksystem Audi drive select lässt sich die Lenkunterstützung in mehreren Modi variieren.

Optional kommt der sportliche Gran Turismo mit Dynamik-Allradlenkung. Sie vereint eine direkte, sportliche Lenkansprache mit souveräner Fahrstabilität und löst damit einen alten Zielkonflikt auf. An der Vorderachse arbeitet eine Dynamiklenkung, deren Wellgetriebe seine Übersetzung je nach Fahrsituation ändert. Durch die Kombination der Dynamiklenkung und der Hinterachslenkung ändert sich die GesamtLenkübersetzung im Bereich von 9,5 bis 17,0 – von sehr direkt bei niedrigem bis zu überaus stabil bei hohem Tempo. Dieses Lenksystem sorgt zudem dafür, dass die Hinterräder je nach Fahrtempo um einige Grad gegen- oder gleichsinnig zu den Vorderrädern einschlagen. Bei niedriger Geschwindigkeit lenken die Hinterräder bis zu fünf Grad gegensinnig zu den Vorderrädern. Dadurch verkleinert sich der Wendekreis um bis zu einen Meter. In Kurven fährt sich der RS 7 Sportback so noch agiler. Bei mittleren und höheren Geschwindigkeiten ab zirka 100 km/h folgen die Hinterräder der Bewegung der Vorderräder um bis zu zwei Grad. Der RS 7 Sportback gewinnt an Stabilität, Dynamik und Fahrsicherheit.

Mit dem Fahrdynamiksystem Audi drive select kann der Fahrer die Charakteristika beider Lenkungsvarianten sowie weitere Eigenschaften seines RS 7 Sportback beeinflussen. Zur Wahl stehen sechs Profile: „efficiency“, „comfort“, „auto“, „dynamic“ und zwei individuell konfigurierbare RS-spezifische Modi „RS1“ und „RS2“. Sobald der Fahrer diese nach seinen Wünschen eingestellt und gespeichert hat, lassen sie sich direkt über die Lenkradtaste „RS-MODE“ aktivieren. Ohne erneut das MMI touch response bedienen zu müssen, kann der Fahrer so unkompliziert zwischen den Modi „RS1“, „RS2“ und dem letztgewählten drive select-Modi wechseln. Das Audi drive select nimmt unter anderem Einfluss auf das Motor- und Getriebemanagement, die Lenkunterstützung, das Fahrwerk, die DynamikAllradlenkung, das quattro Sportdifferenzial, den Motorsound sowie die Arbeitsweise der Klimaautomatik. Im Modus „RS2“ kann der Kunde zudem auch die Elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC) per Tastendruck in den Sportmodus stellen und diese Einstellung dauerhaft speichern. Drückt der Fahrer die Taste länger als drei Sekunden, deaktiviert er die Elektronische Stabilisierungskontrolle vollständig.

Der neue RS 7 Sportback fährt serienmäßig auf 21 Zoll-Aluminium-Gussrädern im 10-Speichen-Stern-Design, die mit Reifen der Größe 275/35 bezogen sind. Audi Sport bietet als Option ein RS 7-spezifisches Rad im 5-V-Speichen-Struktur-Design der Dimension 22 Zoll mit Reifen der Größe 285/30 in den Farben silber, Titanoptik matt glanzgedreht und Anthrazitschwarz glänzend. An der Vorderachse sorgt eine 10-Kolben-Festsättel Bremsanlage für starke Leistung und hohe Standfestigkeit. Die Sättel der serienmäßigen RS-Bremsanlage mit innenbelüfteten gelochten Scheiben der Dimension 420 Millimeter vorn und 370 Millimeter hinten sind in schwarz oder auf Wunsch rot lackiert. Bei der optionalen, komplett neu entwickelten, RS-Keramikbremsanlage sind die Sättel wahlweise in Grau, Rot oder Blau ausgeführt. Ihre Scheiben haben die Dimension 440 Millimeter vorn und 370 Millimeter hinten. Die anthrazitgrauen Keramikscheiben sind extrem standfest, leistungsfähig und langlebig. Neue Luftleitelemente führen die Wärme schnell ab und verbessern die Fadingstabilität. Im Vergleich zu ihrem stählernden Pendant bringt die RS-Keramikbremsanlage 34 Kilogramm weniger auf die Waage und reduziert somit die ungefederten Massen.

Die Karosserie

Das Karosseriekonzept des RS 7 vereint das Beste aus drei Welten – das Design eines Coupés, das Raumangebot einer Limousine und die Variabilität eines Avant. Der Kofferraum fasst im Grundmaß 535 Liter und kann, trotz gestraffter Heckklappe auf bis zu 1.390 Liter wachsen. Dank hochentwickelter Aerodynamik und Aeroakustik herrscht souveräne Ruhe an Bord. Serienmäßig öffnet und schließt sich die lange Heckklappe elektrisch, optional mit dem Komfortschlüssel auch per Fußgeste. Bei der Karosseriekonstruktion des neuen RS 7 Sportback setzt Audi Sport auf einen intelligenten Werkstoff-Mix. Warmumgeformte Stahlbauteile bilden als höchstfester Verbund das Rückgrat der Fahrgastzelle. Ihr Einsatzgebiet umfasst den unteren Bereich der Stirnwand, die Seitenschweller, die hinteren Längsträger, die B-Säulen und die vordere Zone des Dachbogens. Hier und in weiteren Bereichen der Karosserie nutzt Audi vielerorts Blechplatinen mit variablen Wandstärken zwischen 0,75 und 2,05 Millimeter. Bei geringem Gewicht liefern sie eine hohe Festigkeit. Diese tailored blanks (maßgeschneiderte Bleche) entstehen durch partielles Vergüten und durch aufwändige Verfahren beim Auswalzen beziehungsweise Zusammenschweißen.

Die Federbeindome und die Verstärkungen im Dachrahmen bestehen aus Aluminiumguss, die Domstrebe im Motorraum und die mittige Querstrebe unter dem Boden aus Strangpressprofilen. Ein Aluminiumblech dient zur Abstützung der B-Säulen, die Oberschale des hinteren Dachrahmens ist aus einem neuartigen Stahl-/Kunststoff-Mix gefertigt. Türen, Haube und Kofferraumklappe bestehen komplett aus dem Leichtmetall. Der neue Audi RS 7 Sportback wiegt leer ohne Fahrer 2.065 Kilogramm. Bei nahezu gleicher Länge und Höhe wie beim Vorgänger verfügt der neue Audi RS 7 Sportback über einen gewachsenen Innenraum – er verwandelt 14 Millimeter mehr Radstand in ein Plus von 21 Millimeter Innenraumlänge. Auch bei Beinraum, Knie- und die Kopffreiheit auf den Fondsitzen hat der Gran Turismo zugelegt. Das gewachsene Platzangebot im Innenraum und die größere Verwindungssteifigkeit der Karosserie des neuen RS 7 Sportback tragen zu einem höheren Komfortniveau und einer gleichzeitig gesteigerten Sportlichkeit bei.

Die Aerodynamik

Der cw-Wert des neuen Audi RS 7 Sportback beträgt 0,32. In allen Bereichen hat das Aerodynamik-Team von Audi hohen Aufwand betrieben, unter anderem an den Außenspiegeln und bei der Verkleidung der Hinterachse. Am Unterboden leiten kleine Spoiler die Strömung gezielt – unter anderem vor den Rädern. Die äußeren Bereiche der Lufteinlässe haben zusätzliche Öffnungen, sie schicken einen Teil des Fahrtwinds in die Radhäuser, wo er an den Rädern vorbei strömt. Wenn der Spoiler bei 100 km/h Tempo elektrisch ausfährt, reduziert er den Auftrieb an der Hinterachse spürbar – selbst bei Top-Speed sind es nur 40 Kilogramm. Bei der Aeroakustik liegt der neue Audi RS 7 Sportback dank eines aufwändigen Dichtkonzepts für Türen und Heckklappe auf Top-Niveau. Trotz der rahmenlosen Türen erleben seine Passagiere einen außerordentlichen Geräuschkomfort. Ab Werk liefert Audi für Front- und Seitenscheiben eine Akustik-Verglasung mit sechs Millimeter Wandstärke.

Der Innenraum

Ähnlich wie beim Exterieurdesign des neuen Audi RS 7 Sportback verbindet die Formensprache im Innenraum sehnig gespannte Flächen mit klaren Konturen. Zentrale Stilmittel im Interieur sind Reduktion und sportliche Akzente. Alle Designmotive sind logisch miteinander verbunden. Fahrer und Beifahrer erleben einen großzügigen Raum, dessen Architektur nahtlos in die zukunftsweisende Benutzeroberfläche übergeht. Vom Audi A7 Sportback übernimmt der RS 7 Sportback das volldigitale Bedienkonzept mit der Bezeichnung MMI touch response, das sich intuitiv wie ein Smartphone mit Touch- und Wischgesten bedienen lässt: Zwei Touch-Displays mit haptischer und akustischer Rückmeldung, ersetzen den Dreh-Drück-Steller und viele Tasten aus dem Vorgängermodell. Das obere MMI touch response-Display ist fast unsichtbar in die Black Panel-Architektur eingebettet. Ebenfalls in Black Panel- Optik glänzt die leicht asymmetrisch geschnittene Konsole des Mitteltunnels. Sie birgt ein zweites Display und darunter eine Tastenleiste. Diese ist ebenso wie die Bedieninsel für die Lichtfunktionen optional mit touch responseTechnik erhältlich. Serienmäßig nehmen Fahrer und Beifahrer auf RS-Sportsitzen in schwarzem Perlnappa Leder/Alcantara mit Rautensteppung und RS-Prägung Platz. Eine Option für einen noch sportlicheren Sitz sind die RS-Sportsitze in Leder Valcona perforiert mit Wabensteppung und RS-Prägung. Ihre Perforierung gestattet erstmals eine Belüftungsfunktion.

Mit den beiden RS-Designpaketen in wahlweise rot oder grau kommt Farbe ins Spiel – so werden Lenkradkranz, Schaltmanschette und Kniepads in Alcantara mit Kontrastnähten ausgeführt. Gurtbänder mit Farbeinfassung und RS-Fußmatten runden das Paket ab. Mit den optionalen Dekoreinlagen in Holz graubraun naturell oder Aluminium matt lässt sich das Interieur individueller gestalten. Im neuen RS 7 Sportback ist das Kontur-Ambiente-Lichtpaket in Serie. Beide visualisieren das Interieur-Design bei Dunkelheit und inszenieren den Raum, das Volumen und die Materialien. Das Ambiente-Licht lässt die Schalttafel und die Mittelkonsole scheinbar schweben, in der Tür steigert es die Raumwirkung. Das Konturlicht zeichnet auf der Mittelkonsole und in den Türverkleidungen die großen Linien nach und lässt sich in 30 Farben einstellen. Im Innenraum finden sich RS- und RS 7 Schriftzüge an Lenkrad, Sitzen und den beleuchteten vorderen Einstiegsleisten. LogoProjektoren an den vorderen und hinteren Türen projizieren bei geöffneten Türen das Audi Sport-Emblem auf die Fahrbahn. Der neue RS 7 Sportback bietet im Vergleich zum Vorgängermodell eine gesteigerte Funktionalität. Erstmals bietet Audi Sport den viertürigen Gran Turismo auch mit einer Dreier-Sitzbank im Fond an. Der sportliche Viersitzer-Look mit einer zweisitzigen Rücksitzbank ist weiterhin verfügbar. Der Kofferraum fasst im Grundmaß 535 Liter, durch Umklappen der geteilten Fondlehnen wächst er auf bis zu 1.390 Liter. Die lange Heckklappe öffnet und schließt serienmäßig elektrisch, optional mit dem Komfortschlüssel auch per Fußgeste.

Das Bedienkonzept

Das volldigitale Bedienkonzept mit der Bezeichnung MMI touch response lässt sich intuitiv wie ein Smartphone mit Touch- und Wischgesten bedienen: Zwei Touch-Displays mit haptischer und akustischer Rückmeldung ersetzen den Dreh-Drück-Steller und viele Tasten aus dem Vorgängermodell. Sie bieten hohe Bediensicherheit und transportieren den Qualitätsanspruch von Audi in das digitale Zeitalter. Das obere 10,1-Zoll-Display dient zur Steuerung des Infotainments. Mithilfe der Anzeige „RS-Monitor“ erhält der Fahrer einen Überblick über den Temperaturstatus der Antriebskomponenten, die maximalen g-Beschleunigungswerte sowie Informationen über Reifendruck und -temperatur. Das untere Display mit 8,6 Zoll Diagonale liegt auf der Mittelkonsole und erschließt die Klimatisierung, die Komfortfunktionen und die Texteingabe per Handschrift oder virtueller Tastatur. Während der Bedienung kann das Handgelenk auf dem breiten RS-spezifischen Wählhebel ruhen.

Auf beiden Displays erscheinen die Bilder und Anzeigen auf schwarzem Grund. Die grafische Benutzeroberfläche ist bewusst reduziert gehalten, so dass sich die Informationen besonders schnell erfassen lassen; einige Piktogramme sind dezent animiert. Die Menüstruktur ist schlank und intuitiv verständlich, auf dem unteren Display lässt sich der Startscreen an die persönlichen Vorlieben anpassen. Das Audi virtual cockpit präsentiert sich im passenden Look mit RS-spezifischen Anzeigen. Das digitale Kombiinstrument bietet 12,3 Zoll Diagonale und eine Full HD- Auflösung von 1.920 x 720 Pixel. Der Fahrer kann zwischen zwei Oberflächen wählen – der klassischen Ansicht und dem Infotainment-Modus. Darüber hinaus informieren spezielle RS-Anzeigen über Reifendruck, Drehmoment, Leistung, Motoröltemperatur, Ladedruck, Rundenzeitmessungen, Beschleunigungsmessungen und g-Kräfte. Beim Erreichen der Drehzahlgrenze fordert die farblich abgesetzte Schaltblitz-Darstellung den Fahrer zum Hochschalten auf. Auch das optionale Head-up-Display stellt einige RS-spezifische Informationen dar. Das Bildfenster dafür – 22 x 8 Zentimeter groß – liegt direkt im Sichtbereich des Fahrers. Das unten abgeflachte vollperforierte RS-Sportlederlenkrad mit neuen RS-AluminiumSchaltwippen verfügt über Multifunktionstasten, mit denen der Fahrer auch die neuen Audi drive select Modi RS1 und RS2 über die „RS-MODE“-Taste direkt anwählen kann. Dabei öffnen sich im Audi virtual cockpit automatisch die beschriebenen RS-spezifischen Anzeigen. Die Sprachbedienung ist als natürlich-sprachliche Steuerung konzipiert. Damit wird der neue RS 7 Sportback zum Gesprächspartner und idealen Reisebegleiter. Der Benutzer kann nahezu frei sprechen.

Das Infotainment und Audi connect

Als intelligenter Leistungssportler bietet der neue RS 7 Sportback ein umfangreiches Infotainment- und Connectivity-Angebot. Die serienmäßige MMI Navigation plus nutzt den Modularen Infotainmentbaukasten MIB 2+, das Audi connectDatenübertragungsmodul ist serienmäßig integriert. Damit kommen ein WLAN-Hotspot, der auch das 5 GHz-Band unterstützt, und der schnelle Übertragungsstandard LTE Advanced ins Auto. Bei der Routenplanung macht die selbstlernende Navigation dem Fahrer Vorschläge auf Basis der zuvor gefahrenen Strecken, dabei bezieht sie Erfahrungen über Tageszeit und Verkehrsdichte mit ein. Die Berechnung der Route erfolgt online auf den Servern des Karten- und Navigationsdienstleisters HERE, die dabei Echtzeit-Daten aus der gesamten Verkehrslage einbeziehen. Falls unterwegs die Datenverbindung abreißt, wechselt die Navigation auf die Onboard-Zielführung, die im Hintergrund mitläuft. Aus der Navigation kann der Fahrer auf Tankstellen und Parkhäuser zugreifen, dazu erhält er Zusatzinformationen wie Kraftstoffpreise, Verfügbarkeit von Parkplätzen oder Öffnungszeiten. In den ersten drei Jahren nach dem Kauf des Neuwagens kann er die Karte pro Jahr viermal kostenlos updaten – wenn gewünscht, mit LTE Advanced-Geschwindigkeit over-the-air. Ebenfalls in den ersten drei Jahren kostenfrei sind die Dienste von Audi connect Navigation & Infotainment. Die Car-to-X-Services Verkehrszeicheninformation und Gefahreninformation nutzen die Schwarmintelligenz der Audi-Flotte, der Dienst On- Street Parking erleichtert die Parkplatzsuche.

Audi connect beinhaltet viele weitere Dienste, etwa Twitter- und E-Mail-Zugang. Die Navigation mit Google Earth, das Online-Radio und das Hybrid-Radio, das selbsttätig zwischen UKW, DAB+ und Web-Sendern wechselt, sind Bestandteil der MMI Navigation plus. Ein eigenes Paket bilden die Funktionen von Audi connect Notruf und Service. Bei allen connect-Diensten läuft der Datenverkehr auf vielen Märkten über die Audi connect SIM, die fest im Auto verbaut ist. Über die myAudi App können die Besitzer des neuen Audi RS 7 Sportback in das digitale Ökosystem der Marke eintauchen. Den Telefonkomfort steigert die Audi phone box. Sie koppelt das Smartphone an die Autoantenne an und kann es induktiv laden. Voice over LTE beschleunigt den Verbindungsaufbau und ermöglicht die parallele Nutzung von High-speedDatenübertragung und hochauflösender Online-Sprachtelefonie (HD Voice).

Die Fahrerassistenzsysteme

Im neuen RS 7 Sportback bietet Audi mehr als 30 Fahrerassistenzsysteme an – sie machen das Fahren noch komfortabler, effizienter und sicherer. Die Systeme sind in zwei Pakete aufgeteilt: das Assistenzpaket Tour und Stadt. Das Audi Assistenzpaket plus integriert alle drei Pakete. Der Adaptive Fahrassistent (AFA) ist das wichtigste System im Assistenzpaket Tour. Er erweitert die adaptive cruise control (ACC) um eine Spurführungsfunktion, die auch in Stausituationen unterstützt. Im Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 250 km/h hält das System den neuen Audi RS 7 Sportback auf dem gewünschten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, zudem hilft es dem Fahrer durch leichte Lenk-Eingriffe beim Halten der Spur und unterstützt ihn auch in Baustellenbereichen bei der Längsführung mittels Engstellenassistent. Die Sicherheitssysteme Audi pre sense basic und Audi pre sense front sind serienmäßig an Bord. Sie erkennen Kollisionsgefahren rund um das Auto und leiten gezielte Schutzmaßnahmen ein – von der Vollbremsung über die Verstellung der Sitze bis zur Straffung der Gurte. Audi pre sense front enthält eine Warn- und Bremsfunktion auf Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer. Der Notfallassistent bringt das Auto zum Stehen, falls der Fahrer nicht mehr dazu imstande ist.

Hinter den Assistenzsystemen im neuen RS 7 Sportback stehen das zentrale Fahrer- assistenzsteuergerät (zFAS) und ein Portfolio an Sensoren, die sich mit ihren jeweiligen Stärken ergänzen. Die verschiedenen Sensordaten fließen im zFAS zusammen. Mit seinen Highend-Prozessoren erstellt der etwa Tablet-große Rechner aus ihnen permanent ein differenziertes Bild der Fahrzeugumgebung. Mithilfe dieses zentralen Umfeldmodells können die Assistenzsysteme ihre Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell weiter verbessern – etwa wenn sie ein Stauende erkennen und den Bremsvorgang einleiten. Auch die Navigation wird noch präziser, weil die Sensordatenfusion das eigene Auto spurgenau verortet.

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