Mercedes-Benz AMG A 45 4MATIC+ / A 45 S 4MATIC+ und Mercedes-Benz AMG CLA 45 4MATIC+ / CLA 45 S 4MATIC+ vorgestellt

Die neuen Mercedes-AMG A 45 4MATIC+ / A 45 S 4MATIC+ und CLA 45 4MATIC+/ CLA 45 S 4MATIC+ haben das Licht der Welt erblickt. Mit komplett neu entwickeltem 2,0-Liter Motor, der das stärkste in Großserie gefertigte Vierzylinder-Turbomotor der Welt darstellt. Sowohl der A 45 als auch der CLA 45 sind dabei in zwei Leistungs- und Drehmomentstufen erhältlich. Das Basismodell legt mit 285 kW / 387 PS vor. Die S-Varianten liegen mit 310 kW / 421 PS nochmal etwas darüber. Dazu kommt das neue AMG DCT-8G Doppelkupplungs­getriebe mit acht Gängen.

Exterieur

Die neuen Mercedes-AMG A 45 4MATIC+ und CLA 45 4MATIC+ Modelle treten deutlich eigenständiger auf als ihre Vorgänger. Erstmals trägt nun auch die Kompaktklasse die AMG spezifische Kühlerverkleidung mit dem unten breiteren Umriss und zwölf vertikalen Lamellen. Gleichzeitig senken die ausgeprägte „Shark Nose“, die scharf geschnittenen, schmalen Scheinwerfer und die flache Motorhaube mit Powerdomes die Front ab. Für AMG-Feeling sorgen auch die breiteren vorderen Kotflügel mit ausgestellten Radläufen. Sie schaffen auch Platz für die breitere Vorderachse. Der Unterschied ist beim A 45 4MATIC+ deutlicher als beim CLA 45 4MATIC+, weil der CLA bereits in der Basis eine breitere Spur an der Vorderachse hat, so dass die Kotflügel­verbreiterungen geringer ausfallen konnten. Differenzierungen prägen auch die Frontschürze. Beim A 45 4MATIC+ ist sie im Jet-Wing-Design gestaltet. Horizontale Finnen in den äußeren Lufteinlässen und der gestreckte, untere Lufteinlass betonen ebenfalls die Sportlichkeit. Der CLA 45 4MATIC+ zeigt mit den düsenförmigen äußeren Lufteinlässen seine Verwandtschaft zum AMG GT 4-Türer Coupé. Der Frontsplitter geht nahtlos in die seitlichen Aircurtains vor den Vorderrädern über, die den Luftstrom optimieren und so die Aeroperformance und den cW-Wert verbessern. Dazu kommen an den Seiten breitere AMG Schwellerverkleidungen.

Mercedes-Benz AMG A 45 4MATIC+

Die Basisvarianten stehen serienmäßig auf 8,5 x 18-Zoll-Felgen im 10-Speichen-Design, aerodynamisch optimiert und tantalgrau lackiert, mit Reifen der Dimension 245/40 R 18. Die S-Modelle rollen auf 19-Zoll-Leichtmetallrädern im 5-Doppelspeichen-Design ‑ beim A 45 S 4MATIC+ 8,5 Zoll und beim CLA 45 S 4MATIC+ neun Zoll breit. Die Alufelgen sind aerodynamisch optimiert, tantalgrau lackiert, glanzgedreht und mit Reifen der Dimension 245/35 R 19 beziehungsweise 255/35 R 19 (CLA 45) bestückt. Die AMG Hochleistungs-Bremsanlage verfügt in den Basismodellen über grau lackierte Bremssättel mit weißem AMG Schriftzug. Die S-Versionen sind auch an den größeren, rot lackierten 6-Kolben-Bremssätteln mit schwarzem AMG Schriftzug zu erkennen.

Doppelendrohrblenden

Die Heckansicht wird von den zwei runden Doppelendrohrblenden (82 mm Durchmesser) und der breiten Heckschürze dominiert. Die S-Modelle unterscheiden sich durch die größeren Endrohrblenden mit 90 mm Durchmesser, die innen geriffelt sind und AMG-Schriftzüge tragen. Dazu kommen die schmalen, zweigeteilten Rückleuchten und ein Diffusor mit zwei senkrechten Doppelfinnen (CLA 45: vier Einzelfinnen), der in Wagenmitte nach vorn verlängert ist und so noch effektiver wirken kann. Den Abschluss bildet die Abrisskante in Wagenfarbe auf dem Dachspoiler beziehungsweise auf dem Heckdeckel (CLA 45). Optional ist noch ein AMG Aerodynamik-Paket für optimierte aerodynamische Balance, unter anderem mit geändertem Frontsplitter und Zusatz-Flics an der Frontschürze, zusätzlichem Diffusorblade, seitlichen Abrisskanten an der Heckschürze sowie Heckflügel (A 45) oder vergrößerte Abrisskante (CLA 45) in Hochglanzschwarz erhältlich. Auch das AMG Night-Paket mit Design-Elementen in Hochglanzschwarz ist eine Überlegung wert ‑ zum Beispiel der Frontsplitter oder die Einleger in den Seitenschwellerverkleidungen ‑ sowie schwarz verchromte Endrohrblenden.

Mercedes-Benz AMG A 45 S 4MATIC+

Den Karosserie-Rohbau haben die AMG Entwickler umfangreich versteift, weil er die Basis für das präzise Einlenkverhalten sowie die Spur- und Sturzstabilität der Fahrwerkskomponenten auch bei forciertem Einsatz bildet. Eine verschraubte Aluminium-Leichtbauplatte unter dem Motor ‑ das so genannte „ Schubfeld“ ‑ erhöht die Torsionssteifigkeit des Vorderwagens. Hinzu kommen eine Domstrebe zwischen den vorderen Federbeinen sowie pistolenförmige „Shotguns“ ‑ das sind zusätzliche Versteifungsbleche, welche die Längsträger mit den A-Säulen verbinden und so die Bewegungen des Vorbaus minimieren. Diagonalstreben vorn und hinten am Unterboden erhöhen die Steifigkeit weiter. Dadurch spricht das gesamte Fahrwerkssystem auch im Grenzbereich hochpräzise an und gibt ein klar definiertes Fahrer-Feedback – mit deutlich reduzierter Verwindung des Fahrzeugs um die Längs- und Querachse, weniger Roll- und Nickbewegungen bei Kurvenfahrt, beim Bremsen und bei Lastwechseln.

Motor: neuer Vierzylinder mit Twin-Scroll-Lader

Mit bis zu 310 kW / 421 PS Leistung ist der komplett neu entwickelte 2,0-Liter-Motor das stärkste für eine Großserie gefertigte Vierzylinder-Turbotriebwerk der Welt. Die Literleistung liegt damit bei bis zu 155 kW /211 PS. Mercedes-AMG übertrifft damit den Vorgänger um 30 kW / 40 PS. Auch das maximale Drehmoment stieg von 475 auf jetzt bis zu 500 Newtonmeter. Den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 km/h erledigt der A 45 S 4MATIC+ in 3,9 Sekunden (CLA 45 S 4MATIC+: 4,0 Sekunden), das Basismodell A 45 4MATIC+ benötigt 4,0 Sekunden (CLA 45 4 MATIC+ in 4,1 Sekunden). Die Höchstgeschwindigkeit wird bei den Basismodellen bei 250 km/h abgeregelt, die S-Modelle laufen ab Werk 270 km/h. Mit dem optionalen AMG Driver‘s Package kann auch für die Basisvarianten das Spitzentempo auf maximal 270 km/h angehoben werden. Das maximale Drehmoment von 500 Nm (480 Nm in den Basisvarianten) steht im Bereich von 5.000-5.250/min (4.750-5.000/min in den Basisvarianten) bereit. Die Maximaldrehzahl liegt bei 7.200 U/min.

Motor-Konstruktion

Das neue Triebwerk zeichnet sich durch eine Vielzahl neuer Konstruktionsdetails aus. Im Vergleich zum ebenfalls quer eingebauten Vierzylinder in den 35er Modellen oder dem Vorgänger ist der neue Motor um 180 Grad um die Hochachse gedreht. Das bedeutet: Der Turbolader und der Abgaskrümmer befinden sich in Fahrtrichtung gesehen hinten an der Seite der Schottwand zum Innenraum. Die Ansauganlage ist demzufolge vorn positioniert. Diese Auslegung ermöglicht ein möglichst flaches und daher aerodynamisch vorteilhaftes Frontdesign. Außerdem konnte durch die Neuanordnung eine deutlich verbesserte Luftführung mit kürzeren Wegen und weniger Umlenkungen realisiert werden – sowohl auf der Ansaug-, als auch auf der Abgasseite. Der neue Twin-Scroll-Turbolader verbindet optimales Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen mit hohem Leistungszuwachs im oberen Drehzahlbereich. Dazu ist das Turbinengehäuse in zwei parallel verlaufende Strömungskanäle aufgeteilt. Zusammen mit zwei ebenfalls getrennten Kanälen im Abgaskrümmer ermöglicht dies, die Abgasströme auf das Turbinenlaufrad separat zu führen. Ziel ist es, eine gegenseitige negative Beeinflussung der einzelnen Zylinder beim Ladungswechsel zu verhindern und den Gaswechsel zu verbessern. Die Folge sind ein höheres Drehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen und ein sehr spontanes Ansprechverhalten. Außerdem ist die Welle von Verdichter- und Turbinenrad erstmals wälzgelagert ‑ wie bei der höchsten Leistungsstufe des AMG 4,0-Liter-V8-Motors im AMG GT 4-Türer Coupé. Durch die Wälzlagerung wird die mechanische Reibung im Turbolader auf ein Minimum reduziert. Der Lader spricht daher noch spontaner an und dreht schneller hoch – maximal mit bis zu 169.000 U/min.

Ladedruck: elektronische Regelung optimiert Ansprechverhalten

Mit einem maximalen Ladedruck von 2,1 bar rangiert der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor definitiv im Sportwagen-Bereich. Mit dem elektronisch gesteuerten Wastegate lässt sich der Ladedruck präzise regeln. Dabei wird eine Vielzahl von Parametern berücksichtigt. Haupteingangssignale für das Steuergerät der Wastegateregelung sind Ladedruck, Drosselklappenstellung und Klopfneigung. Zu den Korrektursignalen zählen Ansauglufttemperatur, Motortemperatur, Drehzahl und Umgebungsluftdruck. Auch eine zeitweilige Überhöhung des Ladedruckes beim Beschleunigen (Overboost) ist damit möglich. Zur Kühlung des Turboladers wird neben Öl und Wasser auch Frischluft genutzt. Sie wird vom Kühlergrill über die Motorabdeckung, die als Luftleitelement gestaltet ist, und Kanäle unter der Motorhaube gezielt zum Lader geleitet. Das Konzept basiert auf den Prinzipien und Erfahrungen mit der Kühlung der innen liegenden Turbolader der aktuellen AMG 4,0-Liter-V8-Motoren, begonnen mit dem AMG GT im Jahr 2014. Zusätzlich hat das Turbinengehäuse eine Integralisolierung.

Kurbelgehäuse aus Vollaluminium

Das Vollaluminium-Kurbelgehäuse wird im Kokillengussverfahren hergestellt, das sich durch seine hervorragenden Werkstoffeigenschaften auszeichnet. Hier wird das flüssige Aluminium unter Wirkung der Schwerkraft in die metallische Dauerform (Kokille) gegossen. Die wassergekühlte Kokille bewirkt aufgrund ihrer Wärmeleitfähigkeit eine schnelle Abkühlung und Erstarrung der Schmelze. Dies hat ein feinkörniges und dichtes Gefüge zur Folge, was sehr hohe Festigkeitswerte garantiert. Mit Hilfe eingelegter Sandkerne lassen sich komplexe Innengeometrien darstellen. Die sogenannte Closed-Deck-Bauweise – eine Konstruktion aus dem Motorsport ‑ gewährleistet höchste Steifigkeit bei niedrigem Gewicht und ermöglicht Spitzenverbrennungsdrücke von bis zu 160 bar. Die Bereiche um die Zylinder sind hier weitestgehend geschlossen, und die Deckplatte wird nur von kleineren Kanälen für das Kühlmittel und das Motoröl durchbrochen. Der Kurbeltrieb mit geschmiedeter, leichter Stahlkurbelwelle und Aluminium-Schmiedekolben mit optimierten Kolbenringen verbindet geringe Reibung mit hoher Festigkeit. Die maximale Motordrehzahl liegt bei 7.200/min, die Höchstleistung wird bei 6.750 /min erreicht. Die Ölwanne verfügt über Schwallbleche, so dass trotz des vergrößerten Ölsumpfs auch bei hoher Querbeschleunigung stets genug Motoröl zur Schmierung aller relevanten Bauteile vorhanden ist.

Zylinderlaufbahnen beschichtet

Zur Reduzierung der Reibleistung zwischen Kolben und Zylinder sind die Laufbahnen mit der patentierten Nanoslide-Technologie beschichtet. Dies macht die Laufbahnen spiegelglatt für geringste Reibung, zudem doppelt so hart wie konventionelle Graugusslaufbuchsen und daher deutlich haltbarer. Nanoslide wurde von der Daimler AG entwickelt und ist durch über 90 Patentfamilien und mehr als 40 Patente geschützt. Die Beschichtung wurde erstmals beim AMG V8-Motor M 156 eingesetzt, veredelt seit vielen Jahren weitere AMG Triebwerke und ist auch im Formel 1-Motor von Mercedes AMG Petronas Motorsport zu finden. Beim Zylinderkopf konnten durch die neu positionierte und zueinander leicht angewinkelte Einspritzdüsen- und Zündkerzenlage die Auslassventile gegenüber dem Vorgängermotor deutlich größer ausgeführt werden. Die größeren Auslassquerschnitte ermöglichen das verlustarme Ausströmen des Abgases aus dem Brennraum und reduzieren die gesamte Kolbenausschiebearbeit. Zwei obenliegende Nockenwellen steuern über gewichtsoptimierte Rollenschlepphebel die 16 Ventile. Die Nockenwellenverstellung auf der Ein- und Auslassseite ermöglicht ein sehr gutes Ansprechverhalten und optimiert den Ladungswechsel für jeden Betriebspunkt. Hinzu kommt die variable Ventilsteuerung CAMTRONIC auf der Auslassseite mit zwei Nocken je Ventil. Die Nocken haben unterschiedliche Geometrien, so dass die Auslassventile je nach Nockenschaltung, die abhängig von der Fahrsituation erfolgt, kurz oder lang geöffnet werden können – für noch besseres Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen, komfortables und verbrauchsoptimiertes Fahren bei mittleren Drehzahlen sowie voller Leistungsentfaltung im oberen Drehzahlbereich.

Benzineinspritzung: zwei Stufen für optimale Leistung

Turbo-Aufladung und Direkteinspritzung mit strahlgeführtem Brennverfahren ermöglichen nicht nur eine hohe Leistungsausbeute, sondern erhöhen auch den thermodynamischen Wirkungsgrad und senken somit den Kraftstoffverbrauch und die Abgasemissionen. Erstmals verfügt der neue Hochleistungs-Vierzylinder über eine zweistufige Benzineinspritzung. In der ersten Stufe befördern besonders schnelle und präzise arbeitende Piezo-Injektoren den Kraftstoff mit bis zu 200 bar Druck in die Brennräume. Dies geschieht zum Teil mehrfach und wird nach Bedarf durch die Motorsteuerung geregelt. In der zweiten Stufe kommt eine Saugrohr-Kanaleinspritzung mit Magnetventilen hinzu. Diese wird zum Erreichen der hohen spezifischen Leistung des Motors benötigt. Die elektronisch gesteuerte Kraftstoffversorgung arbeitet mit einem Druck von 6,7 bar. Die hohe Leistung erfordert ein ausgeklügeltes Kühlsystem. Es ist so ausgelegt, dass Zylinderkopf und Kurbelgehäuse auf unterschiedlichen Temperaturniveaus gekühlt werden können. Diese innovative Maßnahme ermöglicht einen kalten Zylinderkopf für maximale Leistung bei effizientem Zündzeitpunkt und ein warmes Kurbelgehäuse zur Verringerung der innermotorischen Reibung. Die Kühlung des Zylinderkopfs versorgt eine mechanische Hochleistungs-Wasserpumpe; die Kühlung des Kurbelgehäuses übernimmt eine zweite, elektrisch angetriebene Wasserpumpe. Nach einem Kaltstart bleibt diese Pumpe solange passiv, bis der Motor warmgelaufen ist. Sie wird im Betrieb vom Motorsteuergerät so geregelt, dass das Kurbelgehäuse stets bedarfsgerecht gekühlt wird.

Mercedes-Benz AMG CLA 45 4MATIC+

Ebenso kann bei geringem Leistungsabruf oder niedrigen Drehzahlen die Pumpe bedarfsgerecht zu- oder abgeschaltet werden. Die elektrische Wasserpumpe gewährleistet zudem die volle Motorleistung und optimale Wärmeableitung über den gesamten Drehzahlbereich. Sie schützt auch vor Hitzeschäden im Leerlaufbetrieb bei sehr hohen Außentemperaturen. Zusätzlich besitzt der Motor ein Öltemperaturmanagement, das den Warmlauf steuert und flexibel die Motoröltemperatur regelt. Dadurch kommt der Motor schneller auf Betriebstemperatur, was Reibung und Verschleiß mindert. Dies ist verbunden mit dem umweltfreundlichen Zusatzeffekt, dass Kraftstoffverbrauch und Kaltstart-Emissionen ebenfalls sinken. Der hohe Aufladegrad des Motors erfordert eine Hochleistungs-Ladeluftkühlung. Damit die Ladeluft trotz der extremen Wärmemengen in die Nähe der Umgebungstemperatur gekühlt werden kann, wurde erstmalig eine 2-stufige, indirekte Ladeluftkühlung entwickelt. Sie funktioniert im Verbund mit der Klimaanlage, kommt bei den S-Modellen zum Einsatz und wurde dort in den Niedertemperaturkreislauf integriert. Hierzu war eine komplette Neugestaltung der Kondensatorkonfiguration im Frontend notwendig. Ein Kondensator befindet sich im Radlauf, ein zweiter in der ersten Reihe des mittleren Kühlmoduls. Die gesonderte Kondensator- und Kühlerkonfiguration und ein speziell auf Bedarf (Alltag) und Performance (Rennstrecke) ausgelegtes Thermomanagement ermöglichen eine effiziente und aufeinander abgestimmte Kühlungsperformance. Funktionen wie das Generatormanagement, die ECO Start-Stopp-Funktion mit schnellem Wiederanlassen, die Segelfunktion und der Ottopartikelfilter gehören ebenfalls zum Technologie-Paket des neuen AMG Vierzylinders.

Neues AMG Speedshift DCT 8G Doppelkupplungsgetriebe

Zum agilen und dynamischen Charakter trägt auch das neue AMG Speedshift DCT 8G Doppelkupplungsgetriebe mit acht Gängen bei. Die Übersetzungen der Fahrstufen sind so gewählt, dass der Fahrer in allen Geschwindigkeitsbereichen ein sehr spontanes Beschleunigungsverhalten erlebt, kombiniert mit schnellen Schaltzeiten und optimalen Anschlüssen beim Hochschalten. Je nach gewähltem AMG DYNAMIC SELECT Fahrprogramm erhält der Fahrer eine spezifische Antriebseinstellung mit unterschiedlichen Fahrpedal- und Schaltkennlinien. Wer lieber selbst die Gänge wechselt, kann den manuellen Getriebemodus in jedem Fahrprogramm anwählen. Über den Kurzzeit-M-Modus geht das blitzschnell allein durch Betätigung eines Lenkradschaltpaddles. Die serienmäßige RACE-START-Funktion ermöglicht die maximale Beschleunigung aus dem Stand und ist ein hochemotionales Erlebnis. Das gilt auch für den Antriebssound mit partieller Zündunterbrechung beim Hochschalten und automatischer Zwischengasfunktion beim Herunterschalten. Dabei kommt die Effizienz nicht zu kurz: Im Fahrprogramm „Comfort“ ist die ECO Start-Stopp-Funktion aktiv; die „Segel”-Funktion lässt sich im Fahrprogramm „Individual“ anwählen.

Allradantrieb mit Torque Control

Zum Fahrerlebnis trägt der serienmäßige, vollvariable Allradantrieb wesentlich bei. Das Geheimnis heißt AMG TORQUE CONTROL und verbirgt sich im neuen Hinterachsgetriebe: Es enthält zwei elektronisch gesteuerte Lamellenkupplungen, die jeweils mit einer Antriebswelle der Hinterachse verbunden sind. Auf diese Weise kann die Antriebskraft nicht nur stufenlos variabel zwischen Vorder- und Hinterrädern verteilt werden, sondern zusätzlich auch noch radselektiv zwischen dem linken und rechten Hinterrad. Somit kann der Vortrieb je nach Fahrprogramm und Fahrsituation getrennt voneinander an beide Hinterräder verteilt werden. Das bedeutet stets optimale Traktion, auch bei widrigen Straßenverhältnissen und bei extremer Kurvenfahrt, zum Beispiel auf Rennstrecken. Außerdem ermöglicht diese aufwändige Lösung den Drift Mode (Serie bei S-Modellen, für Basismodelle im optionalen AMG DYNAMIC PLUS Paket enthalten) der ein Leistungsübersteuern („ Powerslide“) für noch mehr Fahrspaß ermöglicht. Der Drift Mode kann im Fahrprogramm „RACE“ über die Schaltpaddles aufgerufen werden, sofern das ESP® deaktiviert ist und sich das Getriebe im manuellen Modus befindet. Die Regelung der Antriebsmomente auf Vorder- und Hinterachse sowie zwischen den beiden Hinterrädern erfolgt elektro-mechanisch. Einflussgrößen für die Momentenverteilung sind nicht nur die Fahrgeschwindigkeit, die Quer- und Längsbeschleunigung und der Lenkwinkel, sondern auch die Drehzahldifferenz zwischen den einzelnen Rädern, die Gangwahl und die Fahrpedalstellung.

Mercedes-Benz AMG CLA 45 S 4MATIC+

Die elektro-mechanische Regelung bietet gegenüber einem elektro-hydraulischen System vor allem Vorteile, um die Fahrdynamik zu verfeinern ‑ in erster Linie durch die deutlich reaktionsschnellere und drehzahlunabhängige Betätigung der Lamellen über den gesamten Stellbereich. Die Ausprägung der Allradregelung erfolgt abhängig vom gewählten Fahrprogramm beziehungsweise der AMG DYNAMICS Einstellung. In „ Basic“ und „Advanced“ befindet sich das 4MATIC-System im „Comfort“ -Modus. In „Pro“ und „Master“ (Serie bei S-Modellen, für Basismodelle im optionalen AMG DYNAMIC PLUS Paket enthalten) schaltet das 4MATIC-System in den „Sport“-Modus ‑ für noch agileres Handling und einen weiter nach oben verschobenen Grenzbereich. Das 3-stufiges ESP® erlaubt mit individuellen Regelstrategien im SPORT HANDLING MODE höhere Driftwinkel für eine sportliche Fahrweise, bevor das System eingreift. Beim Einlenken reagieren die 45er Modelle durch Bremseingriffe am kurveninneren Hinterrad noch agiler ‑ je nach gewähltem AMG DYNAMICS Modus bzw. Fahrprogramm.

Fahrwerk

Das neue AMG Fahrwerk mit spezifischen Feder-Elementen und den neuen, frequenzselektiven Stoßdämpfern bildet die Basis für den stabilen Geradeauslauf und das hoch dynamische Kurvenfahrverhalten mit geringer Wankneigung. Gleichzeitig konnte der Komfort gegenüber dem Vorgänger gesteigert werden. Längs- und Querdynamik sind perfekt aufeinander abgestimmt. Sämtliche Radführungsbauteile wurden grundlegend überarbeitet, um ein höhere maximale Querbeschleunigung bei gleichzeitig einfacher Beherrschbarkeit im Grenzbereich zu erreichen. An der Vorderachse kommt eine McPherson-Konstruktion zum Einsatz. Die Radführung übernehmen je ein Querlenker unterhalb der Radmitte, ein Federbein und eine Spurstange. Die spezielle Achsgeometrie verringert die Antriebseinflüsse auf die Lenkung ‑ für hohen Komfort und agiles Handling. Der neue Querlenker aus Aluminium reduziert die ungefederten Massen und ermöglicht so ein sensibleres Ansprechen der Federung. Die Bremssättel an der Vorderachse sind radial verschraubt – eine Technologie aus dem Motorsport für mehr Stabilität. Der Fahrschemel ist starr angebunden und versteift damit den Vorderwagen zusätzlich. Die 4-Lenker-Hinterachse ist über einen Hinterachsträger ebenfalls starr und damit besonders verwindungssteif mit der Karosserie verbunden. Pro Hinterrad gibt es drei Quer- und ein Längslenker sowie spezifische Lager. Diese Konstruktion garantiert ein Höchstmaß an Fahrstabilität und Agilität. Mit der optionalen adaptiven Verstelldämpfung AMG RIDE CONTROL kann der Fahrer zwischen drei unterschiedlichen Fahrwerkregelungen wählen. Das Spektrum reicht von komfortbetont bis sportlich orientiert. Das System arbeitet vollautomatisch und passt die Dämpfkraft je nach Fahrsituation an jedem Rad dem Straßen- und Fahrzustand an. Dies geschieht in Millisekunden stufenlos in einem weit gespreizten Dämpfungskennfeld. Die Folge: Abrollkomfort und Agilität werden gleichermaßen erhöht.

Hochleistungs-Bremsanlage

Die Hochleistungs-Bremsanlage sorgt für standfeste Verzögerung und kurze Bremswege. Bei den Basismodellen umfassen an der Vorderachse 4-Kolben-Monoblock-Festsättel die 350 x 34 Millimeter großen Bremsscheiben, an der Hinterachse 1-Kolben-Faustsättel die 330 x 22 Millimeter großen Bremsscheiben. Die Scheiben sind innen belüftet und gelocht, um die Wärme besser abzuleiten und Bremsfading auch bei extremem Einsatz zu verhindern. Die grau lackierten Bremssättel tragen einen weißen AMG Schriftzug. Die S-Modelle und die Basismodelle mit optionalem AMG DYNAMIC PLUS Paket werden mit einer noch größeren Bremsanlage verzögert, die mit 6-Kolben-Festsätteln und 360 x 36 Millimeter großen Bremsscheiben an der Vorderachse ausgestattet ist. Hier sind die Bremssättel rot lackiert und tragen ein schwarzes AMG-Logo.

Lenkung mit variabler Übersetzung

Die geschwindigkeitsabhängige, elektro-mechanische Sport-Parameterlenkung unterstützt mit ihrem direkten Einlenkverhalten eine sportliche Fahrweise. Sie verfügt über eine spezielle Zahnstange mit variabler Übersetzung und zwei Kennlinien: Je nachdem, welches Fahrprogramm der Fahrer gewählt hat, vermittelt sie ein sportlich-straffes oder ein mehr komfort-betontes Lenkgefühl. Die starre Lagerung im Integralträger bindet die Lenkung noch besser an die Karosserie an und erhöht so die Lenkpräzision.

AMG Klappenabgasanlage

Die Abgasanlage verfügt serienmäßig über eine Abgasklappe, die abhängig von Drehzahl und Last automatisch gesteuert wird. Je nach gewähltem Fahrprogramm moduliert sie den Klang von ausgewogen-dezent (in den Programmen Glätte, Comfort und Sport) bis emotional-sportlich (in Sport+). Eine eigene Abteilung beschäftigt sich bei Mercedes-AMG intensiv mit dem Thema Motorsound und Sounddesign. Im Fokus der Soundingenieure steht dabei, den AMG-typischen Klang einerseits so darzustellen, dass er optimal zum jeweiligen Fahrzeugtyp passt. Andererseits ist es ihr Anspruch, eine hör- und spürbare Differenzierung des Motorsounds in den unterschiedlichen Fahrprogrammen zu gewährleisten. Bei den neuen Kompaktsportlern aus Affalterbach kommt erstmals der optionale AMG Real Performance Sound zum Einsatz. Mit dieser ausgeklügelten Technologie ist es den Sounddesignern von AMG gelungen, die tatsächliche Pulsation im Abgasstrang, also den realen Motorsound, über einen speziell entwickelten Sensor aufzugreifen und in den Innenraum zu leiten, um somit dem Fahrer ein noch emotionaleres Klangerlebnis zu bieten. Die Ausprägung des Sounds steht in direkter Abhängigkeit von Last sowie Drehzahl des Motors, in Verbindung mit dem angewählten Fahrprogramm.

Interieur

Das hochwertige Interieur schafft mit seiner sportlichen Ausstattung und dem MBUX Infotainmentsystem eine enge, persönliche Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Fahrer und Beifahrer finden auf profilierten Sportsitzen eine fahraktive Sitzposition mit festem Seitenhalt. Die serienmäßige Polsterung in der Kombination aus Ledernachbildung ARTICO und Mikrofaser DINAMICA schwarz ist zeitlos und setzt mit den roten Doppelziernähten AMG typische Akzente. Passend dazu abgestimmt sind die roten designo Sicherheitsgurte und das Zierelement des Instrumententrägers in Mikrofaser DINAMICA schwarz mit rotem Zierkeder. Und auch die verchromten Lüftungsdüsen werden durch einen roten Ring aufgewertet. Alternativ steht eine Polsterung in Ledernachbildung ARTICO nevagrau/schwarz mit Doppelziernaht mittelgrau und Zierelement Aluminium mit Längsschliff hell zur Verfügung. Die Mittelkonsole in Hochglanzschwarz mit serienmäßigem Touchpad enthält bei allen Modellen ein weiteres Bedienelement mit zusätzlichen Schaltern, mit denen sich das 3-stufige ESP®, der manuelle Getriebemodus, die optionale adaptive Verstelldämpfung AMG RIDE CONTROL und der optionale AMG Real Performance Sound steuern lassen. In Kombination mit dem optionalen Leder-Paket ist die Einfassung der Konsole in Silberchrom ausgeführt. Das charakteristische, sportliche AMG Ambiente unterstreichen außerdem die Sportpedalanlage aus gebürstetem Edelstahl mit Gumminoppen, Fußmatten in Schwarz mit AMG Schriftzug und Einfassung in Nubukleder-Optik, der Innenhimmel in Stoff schwarz und die AMG Einstiegsleisten vorn in Edelstahl gebürstet mit „AMG“ Schriftzug.

Sondermodell Edition 1

Zur Markteinführung bietet die Edition 1 noch mehr Exklusivität und Dynamik. Das AMG Aerodynamik-Paket und das AMG Night-Paket betonen die Nähe zum Rennsport. Agilität und Leistungsstärke symbolisieren auch die Lackierung in Sonnengelb und grafische Folienakzente in der Kontrastfarbe designo mountaingrau magno. Alternativ steht die umgekehrte Kombination mit Lack designo mountaingrau magno und Folierung in Sonnengelb zur Wahl. Passend zu beiden Varianten rollt die Edition 1 auf mattschwarz lackierten 19-Zoll-Aerorädern im 5-Doppelspeichen-Design mit Radzierdeckeln in Zentralverschlussoptik. Die Lamellen der Kühlerverkleidung sind bei der Edition 1 in Silberchrom gehalten und unterstützen so den exklusiven Auftritt.

Im Interieur setzt sich die sportliche Linie konsequent fort: Mensch und Maschine sind eng miteinander verbunden ‑ durch die stark konturierten AMG Performance Sitze in Leder schwarz/titangrau mit gelben Kontrastziernähten sowie das AMG Performance Lenkrad in Mikrofaser DINAMICA mit gelben Kontrastziernähten, 12-Uhr-Markierung und AMG Lenkradtasten. Diese Kombination maximiert das Fahrvergnügen. Die Sitze lassen sich zudem elektrisch verstellen, in mehreren Stufen beheizen und die Kontur auf die jeweilige Fahrerfigur anpassen. Speziell designte Zierelemente in dunklem Aluminium, Fußmatten mit gelber Paspel und die Edition-1-Plakette auf dem Lenkrad setzen weitere optische Highlights im Innenraum.

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